Heute Morgen hatte ich einen schönen Traum: Ich träumte, ich wäre in einem Ort unter vielen Menschen, die alle sehr nett miteinander umgehen, viel Freude und Freunde hatten und alles ein friedliches Miteinander war, fast wie auf einer riesigen Party.
Das ließ mich nicht mehr los und ich bin früher als normal aufgestanden, um mir Gedanken zu machen, wie man insgesamt so nett, harmonisch und friedlich zusammenleben kann.
Jetzt will ich versuchen, diese Gedanken und Ideen zu sortieren und nach Lösungen zu suchen, wie man dies weltweit umsetzen könnte. Mir ist klar, dass es sehr wahrscheinlich sehr schwierig, wenn nicht unmöglich sein wird, doch der Versuch lohnt sich auf jeden Fall.
Doch bevor ich mich mit irgendwelchen Illusionen abgebe, möchte ich zunächst versuchen, zu analysieren, warum es NICHT klappen kann.
1. Hat uns die Natur/Schöpfung/Gott so geschaffen, dass wir genetisch dazu in der Lage wären?
2. Hat die Schöpfung im Wert Unterschiede zwischen Mann und Frau gemacht?
3. Sind Religionen geschaffen worden, um Menschen zu unterdrücken und Andersdenkende als „ungläubig“ zu verachten?
4. Liegen Liebe und Hass nicht auf einer Gefühlswellenlänge und sind ähnlich dicht beieinander wie Genie und Wahnsinn?
5. Können Menschen „mit Gott reden“ oder ist dies nur vorgegeben, um glaubhafter zu werden/wirken?
6. Ist ein anderes Aussehen eher abstoßend oder anziehend?
7. Sind „Führer“ von Gott berufen, oder geben sie das nur vor?
8. Sind Begriffe wie „mein“ und „dein“ natürlich gegeben oder nur anerzogen?

Auf diese Fragen muss man zunächst eine Antwort finden, was sicherlich nicht gerade einfach ist, um dann evtl. eine Philosophie oder gar eine Lösung zu finden, wie die Menschen in Zukunft friedlich und wohlwollend miteinander umgehen können. Kriege und Auseinandersetzungen vermieden werden können, Frauen nicht zu Menschen 2. Klasse abgestempelt und entsprechend diskriminiert werden.
Wenn wir mit der 1. Frage beginnen, wie wir als Mensch geschaffen wurden, so gibt es da schon zig verschiedene Meinungen, die meist in den Religionen manifestiert worden sind. Die einen glauben, der erste Mensch/Mann sei aus Lehm geformt worden. Die Frau wurde angeblich aus der Rippe von Adam geformt. Egal welche Mythen oder Religionen man nimmt, keiner weiß es und somit sind Darwin’sche Erkenntnisse/Theorien in den meisten Religionen auch Teufelswerk, weil sie nicht wahrhaben wollen, dass wir womöglich vom Affen abstammen und Teil einer unendlich langen Evolution sind, die vielleicht mal mit winzigen Mikroben im Meer an den „Schwarzen Löchern“ entstanden ist, wie ich jüngst im Fernsehen bei einer Arktis-Expedition unter dem Eis gehört habe.
Wir wissen es nicht und werden es wohl nie endgültig erfahren. Darum bietet gerade diese Frage unendlich viel Stoff für alle möglichen Theorien und Ideologien, mit denen die Menschen verunsichert, um nicht zu sagen manipuliert werden können.
Doch damit kommen wir schon zur 2. Frage: Wer war zuerst und wer ist wertvoller? Der Mann oder die Frau? Im Buch Moses des Alten Testaments heißt es dazu in Kapitel 2.7: „da bildete Gott, der HERR, den Menschen, [aus] Staub vom Erdboden und hauchte in seine Nase Atem des Lebens; so wurde der Mensch eine lebende Seele.“
Und dann weiter in Kapitel 2.21 „Und er nahm eine von seinen Rippen und verschloss ihre Stelle mit Fleisch; 2,22 und Gott, der HERR, baute die Rippe, die er von dem Menschen genommen hatte, zu einer Frau, und er brachte sie zum Menschen.“
Damit wir deutlich, dass was bei Moses als „Mensch“ bezeichnet wird, nur der MANN sein kann, aus dessen Rippe er eine Frau formte. Die Frau ist somit aus einem Teil des Mannes und somit nach ihm erschaffen worden. Keine Frage also, wer das Recht der „Ersterschaffung“ besitzt. Der Mann – natürlich!
Das alles soll Moses auf dem Berg Sinai erfahren haben, als „er mit Gott sprach“!
Ich habe einmal die Theorie aufgestellt, dass ich, wenn ich eine Idee hatte, „mit Gott gesprochen habe“, der mir diese Idee übermittelt hatte.
Worin besteht der Unterschied zu meiner These und der von Moses? (Ja, jetzt bin ich wirklich ein Ketzer und würde nicht mehr lange leben, wenn ich noch im Mittelalter leben würde. Der Scheiterhaufen wäre mir sicher!
Dabei zeigt uns die Natur etwas ganz Anderes. Da ist die Regel, dass der Mann den Samen spendet und die Frau das Kind austrägt und zur Welt bringt. Ob als Ei oder lebendig, spielt dabei keine Rolle. Ohne das weibliche Wesen kommt kein neues Leben auf die Welt! Ja, es gibt sogar Lebewesen, die brauchen keinen männlichen Samen, sondern befruchten sich selbst. Man nennt sie Autogame. Es können sowohl Pflanzen als auch Tiere sein, die keinen Geschlechtspartner benötigen, sondern sich selbst befruchten. Mir ist nicht bekannt, ob es männliche oder weibliche Pflanzen oder Tiere sind, die sich selbst befruchten und Nachkommen zeugen können. Unter www.spektrum.de habe ich allerdings folgendes gefunden: „Vorherrschend sind selbstbefruchtende Hermaphroditen, die wie Weibchen aussehen, aber zunächst während einer kurzen Phase Spermien und dann erst Eier bilden. Männchen sind selten.“
Wenn das richtig ist, sind also in erster Linie Weibchen in der Lage, selbstbefruchteten Nachwuchs zu bilden. „Männchen eher selten“!
Also könnte man schlussfolgern, dass die Schöpfung es so geschaffen hat, dass nicht der Mann der wichtigste Teil für die Fortpflanzung ist, sondern die Frau!
Daraus folgert weiter, dass alle Religionen, die den Mann als wichtigsten Teil betrachten, falsch sind!
Ich habe schon vor Jahren geschrieben, dass ich keine Religion kenne, die von Frauen erschaffen worden sind. Alle, die ich kenne, sind von Männern geschaffen worden! Ob sie dabei „mit Gott gesprochen haben“ (Moses) oder „von Gott als Prophet gesandt wurde“ (Mohammed) oder unter einer Pappelfeige ein „Vollkommenes Erwachen“ hatte (Buddha).
Nach meinem Traum heute Morgen wachte ich auch auf. War das also ein „Erwachen“, weil „Gott zu mir gesprochen hatte“ und ich jetzt zum „Propheten“ geworden bin? Schmarrn, würde ich sagen.
Doch zurück zu den männlichen Religionen. Schon sehr lange behaupte ich, dass die Religionen von Männern geschaffen worden sind, weil sie einen Weg suchten, von der Überlegenheit der Frau weg zu kommen.
Sie sind alle in der Gebärmutter eine Frau entstanden und von der Frau unter großen Schmerzen auf die Welt gebracht worden. Sie wurden von der Mutter gesäugt und großgezogen. So hat auch die Mutter zu ihren Kindern immer ein innigeres Verhältnis als es ein Vater je haben kann. Diese von der Zeugung beginnende Abhängigkeit lässt eigentlich nie nach und führt schließlich dazu, dass der Mann sich unabhängig von der Frau machen möchte. Das führt dann dazu, dass er zum Mann Sein erzogen wird, der stark und mutig sein muss und nicht weinen darf. Später spielt er sich dann zum Beschützer auf, was vielfach zum Macho-Spielen führt.
Aus einem „Beschützer“ kann dann leicht ein „Unterdrücker“ werden, der genau festlegt, was die zu „Beschützende“ tun und nicht tun darf. Daraus wurden dann die „Religionen“ als Regeln zum Zusammenleben unter den Menschen. Ins Politische übertagen kann das am Beispiel der „Besatzungsmacht“, die sich als „Beschützer“ deklariert, ebenfalls gut nachvollzogen werden.
Religionen sind somit von Männern geschaffene Befreiungsgeschichten, um von der Abhängigkeit des weiblichen Geschlechts loszukommen.
Kommen wir noch einmal auf Moses Kapitel 1 zurück. Hier heißt es: „Und Gott sprach: Laßt uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht.“
Demnach ist der Mann so geschaffen, dass der dem Bild Gottes gleicht (bisher habe ich nur Bilder gesehen, in denen Gott als ein alter Mann mit Bart dargestellt wird(!) Männliche Kinder und junge oder erwachsene Männer sind somit nicht dem Bild Gottes ähnlich, oder? Doch lassen wir die Ketzerei!
Vielschlimmer finde ich den 2. Halbsatz, der dazu auffordert, dass der Mensch über Fische, Vögel, Vieh und alles Gewürm, das auf Erden kriecht, herrschen soll.
Da der Mensch das natürlich so begriffen hat und ihm von den „Religions-Verkäufern“ ständig eingebläut wird, hat der Mensch sich die Natur zum Untertan gemacht und beute sie seit Jahrtausenden aus! Weil Gott das ja so befohlen hat. Zum „Gewürm, das auf Erden kriecht“ kann man allerdings auch die Menschen rechnen und so sind alle Herrscher, die ja alle von Gott abstammen bzw. gesandt worden sind, zu Despoten, Diktatoren, Autokraten und wie man sich auch immer nennen mag, geworden. Natürlich sind sie alle von Priestern – in jeder Religion – gesalbt oder gekrönt worden und hatten somit „Gottes Segen“!
Ich behaupte somit: Durch die von Gott gesalbten Herrscher sind mehr Menschen auf der Welt umgebracht worden, als durch alle Krankheiten die es je gegeben hat!
Damit dürfte auch klarwerden, dass ein keinen Frieden und keine gute Zusammenarbeit zwischen den Menschen geben wird, solang Religionen und deren Priester, Immane, Schamanen oder wie sie sich alle nennen, Menschen als „Ungläubige“ brandmarken und zum Töten auffordern. Nur damit das klar ist, das gilt keineswegs nur für den Islam, bei dem sich ja Sunniten und Schiiten gegenseitig als Ungläubige bezeichnen und sich gegenseitig umbringen. Auch die Christenheit hat durch seine Kreuzzüge, die Inquisition und Hexenverfolgung alles vorgemacht, was jetzt die radikalen Muslime nur nachmachen. (Mohammed ist ja erst 600 Jahre nach Christus auf die Welt gekommen. Der Islam lebt somit umgerechnet im 15. Bis 16. Jahrhundert und muss noch das durchmachen, was wir schon – hoffentlich – größtenteils hinter und haben.)
Damit komme ich zum 4. Punkt, der auch eng mit der 1. Frage verbunden ist: Wie sin d wir gepolt bzw. von Natur aus gestrickt? Sind Liebe und Hass zwei Seiten einer Medaille, so wie Yin und Yang (Quelle: Wikipedia)? Wie Gut und Böse, wie Mann und Frau, wie Tag und Nacht? Beides bildet jeweils ein Paar bzw. eine Einheit. Das eine wäre ohne das andere nicht möglich und bedingt sich somit, um ein Ganzes zu werden bzw. zu sein.
Somit wäre die Frage eigentlich schon geklärt. Wer keine Gefühle hat, kann weder lieben noch hassen. Eine enttäuschte Liebe kann leicht in Hass umschlagen und eine enttäuschte Freundschaft leicht in Feindschaft. Es dürfte somit in erster Linie an unseren Genen liegen und erst in zweiter Linie an unserer Erziehung, Lebenserfahrung und äußeren Beeinflussungen (Bist Du nicht meine Freund, bist Du mein Feind!).
Da es somit offensichtlich an unserer Natur, unseren Genen liegt und somit kaum zu beeinflussen ist, muss man wohl (oder übel) damit leben.
Allerdings frage ich mich, warum es in der Tierwelt keine solchen Eigenschaften gibt. Sie fressen sich zwar gegenseitig auf, doch nicht aus Hass oder Feindschaft, sondern einzig und allein aus der Notwendigkeit zu fressen um zu überleben und den Nachwuchs zu ernähren. Ist es also nur der „höher entwickelte“ Homo Sapiens, der auch aus Feindschaft oder Hass tötet?
Und da kommt – nach meiner Ansicht – wieder die Religion ins Spiel, die uns dazu erzieht und das vorhandene Potential für Gefühle in uns Menschen nutzt, (um nicht zu sagen ausnutzt bzw. missbraucht), um uns in ihrem Sinne zu manipulieren. Sie reden von Glaube- Liebe – Hoffnung. Doch wenn man nicht an den vorgeschriebenen Glauben glaubt, dann ist man „Ungläubiger“ und muss beseitigt, sprich getötet werden. So bekämpfen sich bis heute nahezu alle Religionen. (Daher war ich sehr überrascht, auf meine Japanreise im letzten Jahr lernen zu dürfen, dass der Buddhismus und der Shintoismus sich nicht gegenseitig ausschließen, sondern sich sogar gegenseitig dulden um nicht zu sagen ergänzen! Das fand ich vorbildlich!
Wie wird es also möglich gemacht, dass unter den Menschen mehr Toleranz und gegenseitiges Verstehen und somit Achtung entstehen kann und damit Hass und Feindschaft verringert wird, bzw. gar nicht erst entstehen kann?
Damit kommen wir automatisch zurück zu den Religionen. Bisher war ich der Ansicht, dass der Buddhismus die friedlichste und toleranteste Religion ist. Doch wenn ich dann höre und lese, was in Myanmar und anderen Ländern Südostasiens so los ist, wo der Buddhismus die muslimischen Minderheiten wie z. B. die Rohingya bekämpfen, ist diese – meine Illusion – auch schon wieder auf null gesunken.
Es sind also immer wieder die Religionen, die sich gegenseitig bekämpfen, um Macht über die Menschen – die Menschheit – auszuüben. Alle gehen und gingen missionarisch vor und verteufelten die anderen Religionen und töteten deren Anhänger. Sie schafften es, die Herrscher der Länder5 zu ihren Anhängern zu machen, damit diese dann die jeweilige Religion zur „Staatsreligion“ bestimmten und damit alle zu Feinden (Ungläubigen) erklärt wurden, die nicht von ihrem bisherigen Glauben abschwören wollten.
Daher sind alle Kriege Religionskriege gewesen. Sie wurden als „heilig“ erklärt und hatten somit „Gottes Segen“, um so legitimiert zu sein Milliarden Menschen auf dieser Welt in den Tod zu schicken!
Man müsste Religionen daher abschaffen. Aber wie?
Und damit sind wir wieder bei den Genen.
Der Mensch braucht etwas, an das er glauben kann. Das gibt ihm Kraft und Zuversicht. Es ist wie ein inneres Rückgrat, ohne das er wie ein Schwamm oder eine gallertähnliche Masse wäre bzw. sich zumindest so fühlen würde.
Die Religionen nutzen dieses Bedürfnis – meist gegen den Willen des Menschen – schamlos aus. So werden Babys in den christlichen Religionen schon kurz nach der Geburt getauft und damit willenlos in den Schoß der Kirche aufgenommen. Gefragt hat sie niemand und einen eigenen Willen können sie in dem Alter auch noch gar nicht haben. Dabei steht im Artikel 4 unseres Grundgesetzes: „Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.“
Damit hat man dem kleinen Kind schon die erste und einzige Freiheit genommen und somit gegen das Grundgesetzt verstoße.
Ich kann nicht behaupten zu wissen, wie dies in anderen Religionen gehandhabt wird, doch sicherlich ähnlich und muss daher im Internet nachschauen, wo ich unter http://www.wunschfee.com folgendes gefunden habe:
Im Islam wird der Mensch schon als Muslim geboren, hat also noch weniger Chancen zur Selbstbestimmung.
Gleiches oder ähnliches gilt für den Hinduismus, wo man auch durch Geburt Hindu wird, dazu noch in eine Kaste hineingeboren, aus der man nie wieder herauskommt.
Im Judentum wird man automatisch Jude, sobald die Mutter Jüdin ist. Also auch keine Chance, selbst zu bestimmen.
Zum Buddhismus steht dort zu lesen: „Buddhist zu sein heißt, sich vollbewusst auf einen spirituellen Übungsweg zu begeben.“
Damit dürfte der Buddhismus die einzige Religion sein, in der ein Mensch selbst bestimmen kann, einer Religion anzugehören!
Somit wäre der Buddhismus auch geeignet, eine friedliche Weltreligion und Vorbild für alle zu sein, wenn es die negativen Auswüchse in Südost-Asien nicht geben würde.
Doch das ist das Problem aller Religionen. Es gab und gibt immer wieder Fanatiker, die die Religionen nach ihrem Gusto auslegen und ihre Auslegung als die einzig wahre ansehen und sie mit allen Mitteln durchsetzen wollen.
Daher noch einmal: Alle Religionen sind von Menschen (meist Männern) und nicht von Gott geschaffen worden, um ein Machtmittel zur Unterdrückung anderer zu besitzen. So ist die „Herrschaft der Männer“ auf dieser Welt entstanden. Doch es soll auch noch Regionen auf dieser Welt geben, z. B. in Sumatra, in denen nicht die Männer, sondern die Frauen bestimmen, was los ist: Das Matriarchat. Bei http://www.wissenschaft.de habe ich gelesen: “ Bei den Minangkabau dreht sich alles um die Frau: In ihrer Naturreligion steht die Frau als mütterliche Königin an der Spitze. Frauen bilden den Mittelpunkt des Soziallebens und verteilen beispielsweise im Erbschaftsfall das Land unter den Hinterbliebenen auf. Bei der Hochzeitszeremonie holt die Frau ihren Gatten ab und lässt ihn bei sich wohnen. Wenn sich das Paar scheiden lässt, muss der Mann seine Sachen packen.
Trotzdem sei dies nicht einfach eine Herrschaft der Frauen, schreibt Peggy Sanday, die mehrere Jahre unter den Minangkabau gelebt hat. Bei den Minangkabau würden Entscheidungen gemeinsam getroffen: Statt Dominanz und Wettbewerb zähle Zusammenarbeit und Ausgleich.“
Warum stammt keine Religion von einer Frau?
Wohl nicht zuletzt, weil Frauen in allen Religionen unterdrückt und diskriminiert werden. Sollten sie sich dagegen auflehnen, werden sie bestraft, exkommuniziert oder welche obskuren Strafen sonst noch erfunden wurden. Lediglich die evangelische Kirche schein toleranter zu sein. In ihr können Frauen Pfarrer werden und sogar Bischofsämter übernehmen. In welchen anderen Kirchen, Religionen sonst noch. Ich kenne keine!
Vielleicht muss deshalb eine Gelehrte evangelische Frau eine neue Religion entwickeln. Das könnte vielleicht Professorin Margot Käßmann sein, selbst wenn sie wegen ihrer Straftat Alkohol am Steuer zurückgetreten ist. Dass sie das sofort nach Bekanntwerden getan hat, (andere hätten es solange bestritten, bis es keine andere Lösung mehr gegeben hätte, um in Amt und Würden zu bleiben) zeigt, dass sie Charakter hat und auch Verfehlungen zugeben kann. Da kann man nur sagen: „Wer ohne Fehler ist, werfe den ersten Stein!“
Seit sie „Lutherbotschafterin“ ist, bereitet sie das 500ste Jubiläum des Revolutionsjahres 1517 vor. Da sie auch intensive Kontakte zu anderen Religionen gepflegt hat, kennt sie diese ganz genau und wäre auch als Wissenschaftlerin dazu in der Lage, Grundsätze einer friedlichen Religion zu verfassen, die allumfassend sein könnten. Damit könnte sie ja in Luthers Fußstapfen schlüpfen und eine friedliche Religion ins Leben rufen, denn Luthers Religion war und ist ja auch nicht friedlich.
Ich will einmal den Versuch unternehmen, solche Grundsätze zu formulieren:
1. Der Mensch ist von der Schöpfung her gleich.
Unterschiede im Aussehen (Hautfarbe) und Ernährungsgewohnheiten sind evolutions- und klimatisch bedingt.
2. Mann und Frau sind gleichwertig und somit gleichberechtigt. Sie unterscheiden sich nur durch ihre Geschlechtsmerkmale, die von jedermann geschützt und geachtet werden müssen.
3. Alle von der Natur geschaffenen Pflanzen und Lebewesen haben ein Recht auf Unversehrtheit.
4. Jeder Mensch ist frei im Glauben und darf deswegen weder diskriminiert noch verfolgt werden.
5. Die Natur ist die Lebensgrundlage allen Lebens und muss daher geschützt und darf nicht ausgebeutet werden.
6. Kein Mensch darf sich über andere erheben und Macht über sie ausüben.
7. Keine Glaubensgemeinschaft darf sich über andere hinwegsetzen und den Menschen ihre Dogmen aufzwingen, um sie zu beherrschen.
8. Jeder Mensch hat ein Anrecht auf Bildung.
9. Jeder Mensch hat das Recht, sich in freigewählte Interessengemeinschaften zu engagieren.
10. Jeder Mensch hat das Recht, sich mit einem Partner seiner Wahl zu binden.
Aus diesen Grundsätzen könnte man die 10 Gebote machen, die natürlich wie ein Grundgesetz ausformuliert werden müsste. Auch will ich nicht behaupten, sie wären vollständig, und sind somit noch ausbau- und ergänzungsfähig. Dazu gehört auch die Frage des Eigentums sowie der Akzeptanz, dem Respekt und somit Schutz Andersgläubiger.
Es wird sicherlich nicht einfach sein und auf keinen Fall von heute auf morgen möglich werden, doch, wenn man sich keine Gedanken macht und niemand anfängt, wird es nie etwas werden.
Auch die Religionen sind nicht von heute auf morgen entstanden und haben Erfolg gehabt. Also beginnen wir! Mit Mut und Zuversicht und sicherlich viel Engagement wird es sicherlich gelingen! Davon bin ich fest überzeugt!
Jens Diekmann