Gedanken über Gott und die Welt

Vorbemerkung

Papst Benedikt XVI hat in seiner Regensburger Rede 2006 ein Zitat des byzantinischen Kaiser Manuel II. aus dem 14. Jahrhundert verwendet:

„Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten“. (Quelle: http://https://www.br.de/nachrichten/papst-regensburg100.html)

Dies hat in der islamischen Welt zu Protesten geführt, die in ihren Auswirkungen noch nicht abzusehen sind.

Nun ist Benedikt XVI – alias Josef Ratzinger – nicht einer, der irgend etwas daher sagt, ohne vorher zu wissen, was er da sagt, sondern ein sehr scharfer Geist, hoch intelligent und mit Sicherheit nicht so naiv, dass er glauben könnte, die Moslems würden sein Zitat so einfach hinnehmen. Ich bin daher davon überzeugt, dass er dieses Zitat ganz bewusst gewählt hat, um etwas zu erreichen. Doch was?

Die Reaktionen waren in der heutigen Zeit selbst von einem Laien vorhersehbar. Deshalb sind seine Entschuldigungen nach meiner Ansicht ein falscher Versuch, mit dem Problem fertig zu werden. Wenn schon die Veröffentlichung einer Mohammed-Karikatur in einer kaum bekannten dänischen Zeitung weltweiten Protest unter den Islamisten hervorgerufen hat – wohlgemerkt: vor dem Papstbesuch in Deutschland – dann kann ein Mann wie Ratzinger – umgeben von sehr vielen Beratern – nicht glauben, das die Äußerung eines Papstes ungehört verhallt. Er hat es meiner Ansicht nach also bewusst zitiert!

Wen er also nicht Angst vor der eigenen Courage bekommen hat, sollte er nicht der Forderung nach Entschuldigung nachkommen – und damit den Islamisten den Triumph überlassen – sondern dazu stehen. Wenn er wirklich den Dialog zwischen den Religionen will, dann muss er dazu stehen, doch dann muss er auch sagen: „Auch das Christentum hat den Glauben mit dem Schwert erobert und somit stehen wir vor den gleichen Fehlern und können uns auf Augenhöhe unterhalten.“ Dann kann er einen Dialog über den gemeinsamen Gott, die Fehler, die im Namen des Glaubens gemacht worden sind, beginnen und sich mit anderen Kirchenfürsten über Lösungsmöglichkeiten für die Zukunft unterhalten. Solange er das nicht tut, ist er für mich ein Schwächling. Man kann nicht ein Zitat aus Millionen von Büchern und Schriften auswählen, ohne eine Absicht damit zu verfolgen, und dann nicht dazu stehen wollen, sondern sagen: So habe ich das nicht gemeint. Er muss sagen: „Der Kaiser hatte Recht, doch wir haben auch mehr als große Fehler gemacht. Jetzt lasst uns zusammen sitzen und erörtern, wie diese Fehler – von beiden Seiten – nicht wiederholt werden können.

Jetzt ist es Duckmäuserei, die nur dazu führt, dass der Islamismus den Dschihad, den „Heiligen Krieg“ verschärfen wird, weil Sie sich ein besseres Alibi eigentlich gar nicht wünschen können.

Nun ist es sicherlich so, dass der Islamismus – ich spreche nicht vom Islam – eine solche Rechtfertigung als Geschenk Allahs an sieht, denn es gibt diesem radikalen Teil des Islams den Stoff, aus dem der Hass geschürte werden kann. Eine bessere „Steilvorlage“ hätte der Papst nicht liefern können!

Nun bin ich beileibe kein Historiker und auch kein Akademiker, sondern nur ein Mittelschüler, doch wenn mir einer erklären möchte, dass gebildete Menschen zu Hasfanatikern werden, dann sollte er es mit sehr guten Argumenten einmal versuchen. Alle Kirchen haben die Menschen dumm gehalten, damit sie ihren wilden Behauptungen „glauben“ schenken und zu allem bereit waren, was diese Kirchenfürsten von Ihnen forderten oder ihnen einsuggerierten. Nur dumme Menschen glaube das, was in den Kirchen gepredigt wird. Wie oft habe ich mich bei einer Predigt in einer Kirche gefragt: „Glauben die wirklich selbst, was sie da predigen?“

Nein, es ist nur ein von oben – nicht von Gott, sondern von den obersten Kirchenfürsten – vorgegebenes Ziel: Die „Gläubigen“ müssen genau das glauben und tun, was sie ihnen beibringen wollen!

Damit haben Sie mein „Vorwort“ und können sich vielleicht schon denken, was jetzt kommen wird…

Ihr

Jens Diekmann

September 2006

 Gibt es Ungläubige?

 Ja, es gibt sie. Und zwar in großer Anzahl. Sie werden in aller Welt bekämpft.

Damit ist di Frage schon beantwortet und ich könnte eigentlich aufhören zu schreiben.

Doch weil dem Kampf gegen die Ungläubigen – leider – so ist, möchte ich den Versuch wagen, Ursachen herauszufinden, warum es „Ungläubige“ gibt und diese bekämpft und getötet wurden und immer noch werden. Ich möchte danach nach Wegen zu suchen, wie man in Zukunft friedlich miteinander umgehen könnte und auch „Ungläubige“ ein Recht auf Leben und ein Dasein nach ihrer „Facon“ führen können, ohne von den „wahren Gläubigen“ diskriminiert oder getötet zu werden.

Dies soll kein wissenschaftliches Werk sein oder werden (siehe oben), ich will nur versuchen, einige simple Fragen, die ich mir seit vielen Jahren stelle, beantwortet zu finden. Dabei ist mir klar, dass ich – wenn ich diese Fragen im Mittelalter gestellt hätte – als „Ketzer“ auf dem Scheiterhaufen oder Schafott gelandet wäre.

Einige dieser ganz einfachen Fragen sind:

  • Gibt es den „allein selig machenden Glauben“?
  • Warum werden in manchen Religionen anders glaubende Menschen „Ungläubige“ genannt und bekämpft?
  • Warum müssen mehr Menschen durch „heilige“ Kriege sterben, als durch Krankheiten?
  • Warum muss Macht mit Gewalt, Unterdrückung und Tötung anderer verbunden sein?

Es gibt ganz bestimmt nicht nur eine, sondern mehrere Antworten auf diese Fragen, doch will ich zumindest versuchen, für mich Antworten zu finden, nach denen ich nicht nur mein bisheriges Leben einordnen, sondern auch meine noch verbleibenden Jahre gestalten kann. Da ich jetzt 65 Jahre alt geworden bin, wird es langsam Zeit, dies zu tun.

Fange ich mal von Anfang an:

  1. Die Schöpfung

Die Wissenschat hat über die Entstehung der Welt und des Universums schon viele Theorien entwickelt, doch die endgültige Weisheit bisher noch nicht gefunden. Damit ich nicht den Anschein erwecke, ich hätte ein universelles Wissen, bediene ich mich des Internets und dabei in starkem Maße „Wikipedia“. Lesen wir daher zunächst, was wir hier über die Schöpfung lesen können

(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%B6pfung):

„Schöpfung meint die Handlung des Erschaffens oder das Entstehenlassen von etwas oder jemandem.

In den verschiedenen Religionen bezeichnet Schöpfung die Erschaffung der Welt, der Dinge und der Entstehung des Menschen, meist durch eine eigenständige Macht (Gott).

Ein Schöpfungsmythos ist eine zumeist theologische oder religiöse Erklärung zur Entstehung der Welt und des Universums. Manchmal wird in Schöpfungsmythen auch der Ursprung des Menschen und sein Stand in der Welt begründet (s. auch Mythos).

Auch das Schaffen eines konkreten Gegenstandes wird als Schöpfung bezeichnet.

Bekannte Schöpfungsmythen

Viele Schöpfungsberichte gehen von einer Macht oder mehreren Mächten (gewöhnlich als Gott oder Götter personifiziert) aus, die bereits vor der Existenz des Universums/der Schöpfung existent gewesen ist/sind.

Neuere Schöpfungsmythen suchen teilweise den Einklang mit den Naturwissenschaften. So gibt es Hypothesen, welche die Herkunft des irdischen Lebens aus dem All beschreiben. Genannt sei hier auch die Gaia-Hypothese.

Zarathustra-Mythos

Die oberste Gottheit Ahura Masda schuf den Himmel durch einen sehr langen, hauchenden Atemzug. Der Himmel war eiförmig, sodass aus ihm das Leben und zuletzt die Menschheit entstehen konnte. Vor dem Leben jedoch bildeten sich das Wasser und die Erde (siehe auch Babylons Weltbild).

Zarathustras Lehren haben vermutlich in der Babylonischen Gefangenschaft das Judentum beeinflusst. Ähnliche Vorstellungen von Himmel, Hölle und engelhaften Wesen finden sich teilweise im Christentum.

Griechische Mythologie

Nach Hesiods Theogonie stand am Anfang das Chaos. Aus ihm entstanden Gaia und Eros.

Judentum und Christentum

Der biblische Schöpfungsbericht

Die Bibel nennt Gott den Schöpfer. Beispiele:

  • Denn so spricht der HERR, der den Himmel geschaffen hat – er ist Gott; der die Erde bereitet und gemacht hat – er hat sie gegründet; er hat sie nicht geschaffen, daß sie leer sein soll, sondern sie bereitet, daß man auf ihr wohnen solle: Ich bin der HERR, und sonst keiner mehr. Jesaja 45,18
  • siehe, er ist’s, der die Berge macht und den Wind schafft; er zeigt dem Menschen, was er im Sinne hat. Er macht die Morgenröte und die Finsternis Amos 4,13

Diese Glaubensaussage ist in Erzählungen formuliert, von denen die beiden bedeutendsten — in unterschiedlicher Zeit und von unterschiedlichen redaktionellen Kreisen redigiert („Elohist„, „Jahwist„) — im ersten Buch der Bibel („Genesis“ / „Bereschit„) die Erschaffung der Welt und seiner Bewohner beschreiben.

Das hebräische Wort bará´ und das griechische Wort ktízo, die beide »schaffen«, »erschaffen« bedeuten, werden ausschließlich mit Bezug auf die göttliche Schöpfung gebraucht.

Die zwei Schöpfungsberichte der Genesis

Im 1. Buch Mose (Genesis) der Bibel sind zwei komplementäre Versionen der Schöpfungsgeschichte überliefert. Nach der Dokumenten-Hypothese der historisch-kritischen Theologie wurde der Pentateuch nicht wie überliefert durch einen Autor (nämlich Moses) niedergeschrieben (siehe Biblische Verfasserschaft), sondern entstand durch das Verschmelzen verschiedener Traditionsströme während der mündlichen und schriftlichen Überlieferung. Konservative Theologen bezweifeln die Dokumenten-Hypothese, auch angesichts neuerer archäologischer Erkenntnisse.

Genesis 1,1 – 2,4a Hier wird in stark formalisierter Sprache das bekannte Sieben-Tage-Schöpfungswerk beschrieben. Am Anfang eines jeden Tages steht das Wort Gottes, gefolgt von der Bestätigung »und es geschah so«. Gott betrachtet sein »Tageswerk« und »sah, dass es gut war« (außer am 2. Tag »und es rief Gott dem Gewölbe: Himmel und es wurde Abend und es wurde Morgen«). Am Ende des 2. Tages wird aus »Abend und Morgen« der nächste Tag. Hier wird hauptsächlich die Erschaffung des gesamten Universums beschrieben, der Mensch wird nur am Rande erwähnt.

Direkt auf die erste Version folgt eine zweite:

Genesis 2,4b – 25 »Es war zu der Zeit, da Gott der HERR Erde und Himmel machte…« Genesis 2 konzentriert sich auf die Erschaffung des Menschen und seiner Umwelt, des Gartens. Die einzelnen Schöpfungstaten folgen in anderer Anordnung als bei der Erschaffung der gesamten Welt. Jetzt ist die Erde zunächst trocken, eine unfruchtbare Steppe. Gott erschafft zuerst die Menschen, dann die Pflanzen des Gartens. Die zweite Schöpfungsgeschichte mündet in die Erzählung der Begebenheiten im Garten Eden.

Beide Überlieferungen geben gemeinsame Grundgedanken wieder –etwa:

  • die Schöpfung der gesamten Welt durch einen – und nur einen Gott.
  • Einsetzung des Menschen über die Welt, nicht durch eigenen Verdienst, sondern durch Gott.
Ein Bericht im Buch der Spruchweisheiten

Wenig beachtet findet sich in der hebräischen Bibel (AT, Tanach) eine weitere Darstellung der Schöpfung. Die personifizierte Weisheit (Sophia) berichtet dort:

Sprüche 8,22-31 Der HERR hat mich schon gehabt im Anfang seiner Wege, ehe er etwas schuf, von Anbeginn her. Ich bin eingesetzt von Ewigkeit her, im Anfang, ehe die Erde war. Als die Meere noch nicht waren, ward ich geboren, als die Quellen noch nicht waren, die von Wasser fließen. Ehe denn die Berge eingesenkt waren, vor den Hügeln ward ich geboren, als er die Erde noch nicht gemacht hatte noch die Fluren darauf noch die Schollen des Erdbodens. Als er die Himmel bereitete, war ich da, als er den Kreis zog über den Fluten der Tiefe, als er die Wolken droben mächtig machte, als er stark machte die Quellen der Tiefe, als er dem Meer seine Grenze setzte und den Wassern, dass sie nicht überschreiten seinen Befehl; als er die Grundfesten der Erde legte, da war ich als sein Liebling bei ihm; ich war seine Lust täglich und spielte vor ihm allezeit; ich spielte auf seinem Erdkreis und hatte meine Lust an den Menschenkindern.

Aussagen im Neuen Testament

Die griechische Bibel (NT) nennt Jesus Christus den Sohn Gottes, der seinen Schöpfer als denjenigen würdigte, der die Menschen erschuf und sie männlich und weiblich machte. Der Apostel Paulus schreibt über Jesus, den Mitschöpfer, im Kolosserbrief (1,15-18) folgende Worte: »Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der erstgeborene Sohn des Vaters; er ist der Anfang der Schöpfung. Durch ihn ist alles geschaffen worden, was im Himmel und auf der Erde lebt, alles, was man sehen kann, und auch die unsichtbaren Mächte und Gewalten. Alles hat Gott durch ihn geschaffen, und in ihm findet alles sein letztes Ziel. Er war vor allem anderen da, und alle Dinge bestehen durch ihn. Er ist auch das Haupt des Leibes, und dieser Leib ist die Gemeinde. Er ist der Anfang der neuen Schöpfung, denn er ist der erste von allen Toten, der zu neuem Leben geboren wurde; in allem muß er der Erste sein.«

Der monotheistischer Schöpfungsbegriff

Anders als in anderen Religionen und Kulturen bezeugt der Schöpfungsbegriff in den monotheistischen Religionen eine Bezogenheit des einzelnen Menschen auf den oder das Andere, d.h. auf den Schöpfergott und über diesen auf jedes andere Mitgeschöpf, egal ob Mensch, Pflanze, Tier oder unbelebte Natur. Profaner ausgedrückt: er verweist auf die Tatsache, dass unsere Umwelt, da wir sie erstmals erkennen, bereits da ist, und auch dann noch da sein wird, wenn wir längst vergangen sein werden. Mit anderen Worten, der von den Theologien der monotheistischen Religionen mit einer zusätzlichen Bedeutung ausgestattete Begriff bezeugt eine der Natur und ihren Lebewesen innewohnende Dimension, die keine wirkliche Transzendenz bedeutet, die aber doch immerhin das Sein und Dasein des einzelnen Menschen transzendiert und diesen nicht nur mit einem Schöpfergott, sondern über diesen auch mit allen übrigen Geschöpfen (aller Zeiten) in Wechselbeziehung setzt.“

Meine Meinung dazu:

Dass es irgendwie eine Kraft oder einen „Schöpfer“ gegeben hat oder noch gibt, die/der alles entstehen ließ und die Regeln aufgestellt hat, nach denen die Welt und das Universum funktionieren, ist nicht nur in allen Religionen verankert, sondern wird bzw. wurde auch von Wissenschaftlern wie z. B. Einstein nicht bestritten. Einstein glaubte nicht an Gott. Aber er bewunderte den sinnvollen Aufbau unserer Welt. Er sagte: „Unsere Welt ist ein Geheimnis“. Er arbeitete bis zu seinem Tod 1955 an einer Formel, die alle Kräfte in unserer Welt (Gravitation, Magnetismus und Elektrizität) zusammenfasst. Selbst wenn ihm dies gelungen wäre, hätte er „nur“ eine Formel gefunden, die ein „Schöpfer“ – „Gott“ – erfunden oder geschaffen hat.

Wie dem auch sei: es gibt eine Kraft oder eine Formel im Universum, die alles zusammenhält, die alles regelt, nach der alles funktioniert –  manchmal auch nicht – nach der die Sterne entstehen und wieder vergehen, nach der Leben entsteht und wieder vergeht und nach der Gefühle entstehen und wieder erlöschen.

Da der Mensch diese Kraft nicht „Etwas“ nennen kann, nennt er sie „Gott“.

Nun gibt es – leider – sehr viele „Götter“ und damit beginnt das eigentliche Problem. Jeder glaubt, sein Gott wäre der einzig Wahre und der andere wäre ein falscher Gott oder „Götze“. Und so werden aus seiner Sicht die einen Menschen Gottesfürchtige und die anderen Götzenanbeter. Sie werden in Gläubige und Ungläubige unterteilt.

Damit ist Streit vorprogrammiert, der dann in sich gegenseitiges Umbringen und „heilige Kriege“ mündet.

Ich habe große Probleme mit der Erschaffung des Menschen in der biblischen Schöpfungsgeschichte:

1,26 Dann sprach Gott: Lasst uns Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich. Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels, über das Vieh, über die ganze Erde und über alle Kriechtiere auf dem Land.

1,27 Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%B6pfungsgeschichte_%28Priesterschrift%29

Wer glaubt, dass der Mensch nach Gottes Ebenbild geschaffen worden ist und über die ganze Erde herrschen soll, hat sozusagen schon von Gott das Recht und die Pflicht bekommen, über andere zu herrschen, die Natur auszunutzen und Menschen zu Sklaven zu machen. Er ist berechtigt, „Untertanen“ zu haben, „Untermenschen“ zu töten, „Ungläubige“ zu liquidieren und „Unkraut“ zu vernichten.

Daher erfüllen alle Menschen, die andere unterjochen, versklaven, bekriegen und töten Gottes Auftrag!

Die Ausbeutung und Verschmutzung der Natur ist somit von Gott gewollt. Die Führung von Kriegen ist Gottes Wille (kennen sie einen Krieg der nicht den Segen der Kirche hatte oder als „Heiliger Krieg“ bezeichnet wird (auch G. W. Busch fühlt sich von Gott dafür auserkoren, gegen den Iran Krieg zu führen und wird dabei von sehr vielen Amerikanischen Religionsgemeinschaften unterstützt!).

  • Wie kann bei einer solchen Schöpfungsgeschichte Frieden auf der Welt möglich sein?
  • Wie kann die Ausbeutung der Natur gestoppt werden, bei einer solchen Anweisung von ganz oben?
  • Wie kann Machtausübung über andere Menschen vermieden werden, wenn man nicht gegen Gottes Willen verstoßen will?
  • Wie können Ungläubige einer Vernichtung entgehen, wenn Gläubig meinen, über sie herrschen oder sie missionieren müssen?

Keine Chance. Die Kirchenfürsten, Mullahs oder wie sie auch immer heißen, werden den Teufel tun, ihre Machtbasis in Frage zu stellen und die Bibel umschreiben lassen. Sie würden sich selbst ad absurdum führen und so dumm sind sie natürlich nicht. Im Gegenteil: Sie erfinden immer neue Lügengeschichten, um ihre Macht über andere zu erhöhen. So werden Märtyrer zu besonders privilegierten Himmelsbewohner gemacht, die an Gottes Seite sitzen und täglich mehrere Jungfrauen ihr eigen nennen dürfen. Sie werden systematisch dazu ausgebildet, die eigene Macht zu erhöhen und über andere herrschen zu können. Alles basierend auf den Auftrag Gottes: über die Welt zu herrschen!

Ich bleibe daher dabei: Die Schöpfungsgeschichte ist von männlichen Machtmenschen ersonnen worden, die über andere herrschen wollten und sich dafür als Gottgesandte dargestellt haben, die eine „Erleuchtung“ hatten und Gottes Auftrag erfüllen.

Auch ich habe bei jeder neuen Idee eine „Erleuchtung“, denn sie ist mir von Gott gegeben worden.

Jede neue Erfindung ist eine Stimme Gottes, die gesagt hat, das musst Du tun.

Wie kommen wir aus dieser Misere wieder heraus? Nie!

Es gibt nur eine einzige „Lösung“: eine erneute Sintflut. Doch ob es danach nicht erneut Machtbesessene geben wird, die zu ähnlichen oder gleichen „Gottesbotschaften“ führen, wodurch wiederum verschiedene Religionen entstehen würden, ist daher mehr als zu bezweifeln.

Der Mensch ist somit nicht die „Krönung der Schöpfung“, sondern sein Zerstörer

2. Der Glaube

Was sagt „Wikipedia“ über den Glauben:

Etymologie

Das Wort „glauben“ ist die Übersetzung des griechischen „pisteuein“ mit vergleichbarem Wortsinn. Im Judentum dagegen wird meist die Vokabel „aman“ verwendet: Sich an etwas festmachen. Ursprünglich gemeint war also nicht das unbestimmte „ich weiß nicht“, sondern im Gegenteil: „ich verlasse mich auf, ich binde meine Existenz an“. Es geht also zentral nicht um einen Gegenpol zum Wissen, sondern um Vertrauen, Gehorsam und Lebensübergabe. (Vergleiche: Geloben.)

Zur Etymologie des Wortes „Glauben“ sei verwiesen auf: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm. 16 Bde. Leipzig: S. Hirzel 1854-1960. — => Quellenverzeichnis 1971, Artikel: „Glauben“

Das lateinische Wort credere (vgl. Credo) ist direkt verwandt mit der altindischen Wurzel śraddhā- „glauben“ und stellt eine sehr alte (indogermanische) Verbalkomposition dar. Die Bestandteile bedeuten: „Herz“ und „setzen, stellen, legen“, zusammen also etwa: „sein Herz (auf etwas) setzen“.

Glaube erklärt durch die hebräische Grammatik. Diese Vokabel „aman“ mit der Schreibung „Aleph-Mem-Nun“ wird nur in der Stammesmodifikation des „Hif’il“ (Aussprache „hä’ämin“) im Deutschen mit dem Wort „glauben“ übersetzt. Diese Stammesmodifikation drückt im allgemeinen einen kausativen Aspekt der Grundbedeutung aus. Die Grundbedeutung der Buchstabenfolge (Wurzel) „Aleph-Mem-Nun“, die auch im ursprünglich hebräischen Wort Amen erscheint, ist „fest“ oder „unerschütterlich“, die Bedeutung im Hifil ist also „jemanden fest sein lassen“ oder „jemanden sich als fest und unerschütterlich beweisen lassen“. Und dies ist genau der Glaube, den sowohl das alte als auch das neue Testament meint.

Dem Glauben zugrunde liegt eine Anlage des Menschen, sich an etwas festzumachen, an einer Hoffnung, einem (Welt- oder Menschen- oder Gottes-)bild. Ohne diese Grundausrichtung wäre ein Mensch haltlos und nicht überlebensfähig.

Unabhängig davon ist, woran speziell sich ein Mensch festmacht. Hier können rein innerweltliche Dinge (z. B. die eigene Kraft, das Volk/eine Gemeinschaft oder Beziehung, die Familie) das Objekt des Glaubens bieten oder auch Lebensstrategien, Weltprinzipien bis hin zum Glauben an über- oder außerweltliche Kräfte und Personen (Götter oder Gott).

Bedeutungen im Alltagsgebrauch

Glauben als meinen bzw. für wahr halten

Glaube beschreibt im Alltagssprachgebrauch die im Rahmen von Unsicherheit festgestellte Erwartung bezüglich irgendwelcher Tatsachen oder Zusammenhänge. Etwa: „Ich glaube, dass morgen die Sonne scheinen wird“ oder „Ich glaube, es geht hier entlang und nicht dort.“

In solchem Glauben drückt sich die Meinung aus: „Vielleicht ist es wahr bzw. wird es wahr, vielleicht auch nicht.“ Dann bedeutet glauben „meinen, vermuten“.

Der Glaube kann dabei sehr stark und gut begründet sein, zum Beispiel „Ich glaube daran, dass ich kein Gehirn in einem Glas bin und dass die Umwelt, die ich sehe, real ist.“

In aller Regel bedeutet glauben etwas für wahr Halten auf Grund eines glaubwürdigen Zeugen. In diesem Sinn ist der mit Abstand größte Teil unseres Wissens Glaubenswissen.

Glauben als Vertrauen

Glauben findet sich im alltäglichen Sprachgebrauch aber auch in einer ganz anderen Bedeutung als »meinen«, »vermuten«, beispielsweise in folgenden Sätzen: „Ich glaube dir.“, „Ich glaube an die Liebe zwischen uns.“, „Ich glaube an den Erfolg meines Engagements.“

Ein solches Glauben ist nicht so sehr ein Vermuten über Sachverhalte, sondern primär eine personale Beziehung, in der sich eine Person vom Geglaubten her leiten lässt. Und dann bedeutet dieses Glauben „vertrauen“. »Glaube« in diesem rein menschlichen Sinn bezeichnet den Bewusstseins-Akt des Vertrauens (Vertrauensglaube) mit dem dazugehörenden vertrauenden Handlungs-Akt (Tatglaube), dass das Geglaubte eine Möglichkeit ist, die Realität werden kann, oder eine noch nicht erfahrbare Realität ist, so dass so gehandelt wird, dass das Geglaubte Realität werden kann oder als ob das Geglaubte schon erfahrbare Realität sei, denn andernfalls wäre der Glaube nur ein Pseudo-Glaube bzw. das Vertrauen nur ein Pseudo-Vertrauen.

Anders formuliert ist der Glaube, in einem engen Zusammenhang mit dem Vertrauen oder dem „vertrauen können“ zu sehen. Der Glaube geht somit mit einer Aufhebung der alleinigen Verantwortung einher, die sich aus dem angenommenen Glauben nährt und dadurch, das eigene Handeln rechtfertigt.

„Der Glaube ist das Vertrauen auf die Gültigkeit des Vertrauens“ – oder alltagssprachlich formuliert, das Vertrauen kann enttäuscht werden der Glaube nicht.“ (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Glaube)

Meine Meinung:

Der Glaube ist für mich das seelische Skelett eines Menschen (warum haben Tiere und Bäume keinen Glauben?), ohne das er nicht leben kann. Er hätte keine Orientierung für sein Handeln und für seinen Lebensweg, sondern würde nur nach Gefühlen und menschlichen Bedürfnissen sein Leben gestalten.

Diese „natürlichen“ Gefühle haben offensichtlich auch Fauna und Flora und werden durch sie gesteuert.

Im Frühling „fühlt“ die Flora den Saft aus dem Erdreich aufsteigen und beginnt zu wachsen.

In der Fauna „fühlen“ die Tiere, wenn es Zeit zur Nahrungsaufnahme, zur Fortpflanzung und zum Tode wird und handeln entsprechend.

Das geschieht, ohne darüber nachzudenken, denn das Denken ist offenbar nur dem Menschen vorbehalten.

Auch der Glaube ist offenbar nur dem Menschen vorbehalten, wobei „glauben“ nicht nur etwas mit Religion zu tun hat:

Ich glaube an die Lie.

Ich glaube an Dich.

Ich glaube, dass es morgen besseres Wetter wird.

Oder aber auch im Negativen:

Ich glaube Dir nicht!

Du glaubst mir nicht?

Glauben hat daher viel mit Gefühlen, Überzeugungen, Erfahrungen und wohl auch mit Wünschen oder Befürchtungen zu tun.

Glauben ist somit der „Leuchtturm“ für einen Menschen, nach dem er sich ausrichten und sich orientieren kann.

Glauben ist damit eine sehr persönliche Empfindung, die im Innersten des Menschen zu Hause ist.

Weil dies offensichtlich so ist, haben die verschiedenen Religionen den Glauben für ihre Zwecke in Anspruch genommen. Mit dem Glauben kommt man an das Innerste des Menschen und wenn man dies erreicht hat, kann man bei einem anderen Menschen sehr viel bewirken, da der Glaube nie rational, sondern immer irrational ist. Der Glaube ist nicht logisch und somit wissenschaftlich nicht zu analysieren. Er bleibt somit auch abstrakt und irgendwie mystisch.

Daher ist wohl auch das Ziel aller Religionen, den Glauben des Menschen für sich zu gewinnen. Sie alle wollen den Menschen von ihrer Religion im Innersten überzeugen. Daher auch das „Amen“ nach jedem Gebet, damit der Mensch „daran festmacht“, davon überzeugt ist, dies als absoluten Grundsatz ansieht.

Jede Religion ist daher davon überzeugt, dass die eigene Religion der einzig „richtige Glaube“ ist. Dieser „Religions-Glaube“ wird als Grundsatz – als Gesetz – festgelegt und wer dagegen verstößt, ist Gesetzesbrecher und muss entsprechend bestraft werden.

Nun sind Religionen nicht nur in Büchern und Schriften niedergelegt, sondern werden von Religions-„Vertretern“ in aller Welt verbreitet. Dafür gründen diese „Vertreter“ Religionsgemeinschaften, Sekten oder Kirchen. Sie wenden vielfältige Mittel an, um die Menschen von ihrer Religion zu überzeugen und zu Mitgliedern zu machen.

Die harmloseste Form diesr „Überzeugung“ ist das Missionieren. Alle Religionen schicken ihre „Verkäufer“, die Missionare, in die Welt. Sie machen alle bestehenden religiösen Glauben schlecht und „verteufeln“ die bisherigen Götter als Götzen. Sie wollen aus „Heiden“ oder „Ungläubige“ Anhänger ihrer Religion machen. Sie zerstören ihre bisherigen Glaubensgrundsätze, ihre Götterdenkmäler und die bisherige Kultur. Sie verdammen „heidnische“ Bräuche und Feste und merzen sie aus oder, wenn das nicht gänzlich möglich ist, wandeln sie sie um und machen z. B. aus dem germanischen Sonnenkult das Osterfest.

Doch es gab und gibt auch brutalere Methoden, den Menschen einen „Glauben“, d. h. ihre Religion aufzuzwingen. Der Religionsführer – z. B. der Papst – und ein König oder Kaiser verbünden sich aus machtpolitischen und/oder finanziellen Gründen und schwups wird eine Religion zur „Staatsreligion“ ernannt. Wer sich dagegen wehrt, wird geköpft, auf den Scheiterhaufen geworfen oder sonst wie um die Ecke gebracht. Die mildeste Form, diesem Zwang zu entgehen, sind noch die Flucht oder die Konvertierung. In vielen Fällen blieb jedoch nur noch der Selbstmord, bevor man ermordet wurde.

Sie merken schon, ich habe keine Hochachtung vor dieser Art der Religionsverbreitung – auch fälschlich „Glaubensverbreitung“ genannt.

Warum sind wohl so viele Menschen aus Europa nach Amerika ausgewandert? Nur aus Armut? Ich wette, dass die Indianer in Amerika immer noch das Land beherrschen würden, wenn nicht so viele Europäer aus religiösen Gründen ausgewandert wären.

Nachdem die Missionare die alten „Glaubens-Symbole“ beseitig hatten, wurden sie plötzlich sehr reich. Warum wohl? Nun, ganz einfach. Wer seinem neuen Gott gefällig sein wollte, musste ihm Opfer darbieten. Was in heidnischen Zeiten durch Tier- oder andere Blutopfer geschah, wurde nun durch weltlichere Dinge ersetzt: Geld oder andere Wertsachen. Natürlich nur, um Gott gefällig zu sein.

Doch „Gott“ nimmt keine Geld oder ähnliches an. Da hilft auch nicht, es gen Himmel zu werfen und zu sagen: „Gott nimm Dir Deinen Teil und lasse den Rest für mich, Deinem armen Vertreter auf Erden“. Die Schwerkraft bringt es unweigerlich zurück auf Erden, so dass gar nichts anderes übrig bleibt, es für „Ihn“ aufzubewahren. Da man aber nicht so viel Geld horten konnte, ohne Neider und Diebe auf den Plan zu rufen, wurden Kirchen gebaut – zu Ehren Gottes – Länder gekauft und Armeen auf die Beine gestellt, um Gottes Eigentum zu schützen und zu verteidigen.

Um immer mehr Geld zu bekommen, erfand man den Ablass, die sonntägliche Kollekte und die vom Staat einzukassierende Kirchensteuer. Soll ich weiter schreiben? Lieber nicht.

Geld bedeutet jedoch auch Macht. nd somit ist die größte Kirche der Welt, die katholische, die  mächtigste Organisation der Welt. Da kommt auch die Weltmacht USA nicht mit und die ehemals zweite Weltmacht, die Sowjetunion, ist durch die katholische Kirche besiegt worden.

Das war für mich eine der wenigen positiven Dinge der Neuzeit, die die katholische Kirche und ihr Papst bewirkt haben.

Was wäre wohl gwesen, wenn der Kmmunismus nicht atheistisch gewesen wäre, sondern sich eine Religion/Kirche zum Verbündeten gemacht hätte? Lenin, Stalin & Kirche wären unangreifbr, da sie „Götter“ geworden wären.

Und was wäre aus uns Deutschen geworden, wenn Adolf und der Papst gemeinsame Sache gemacht hätten und er sich zum Religionsführer der Germanen hätte krönen lassen? Ich mag nicht daran denken!

Und was hat Chomeini gemacht? Er war schlauer und hat es mit Erfolg praktiziert.

Der Mensch hat keine Chance, zwischen den verschiedenen Glauben/Religionen/Kirchen zu wählen, denn er wird schon kurz nach der Geburt zu einem Glauben = Religion = Kirche, z. B. durch die Taufe, gezwungen, ohne dass er überhaupt eine Ahnung hat, was mit ihm passiert und was da so alles in Zukunft auf ihn zukommt.

Auch später als denkender Mensch ist er in der Regel nicht bereit, diese einmal durch seine Eltern festgelegte Religion zu wechseln. Selbst ein – in moderner Zeit vielfach praktizierter – Kirchenaustritt ist ein schwerer Schritt, denn die Religionen/Kirchen haben den Menschen fest im Griff („Was passiert, wenn ich gestorben bin?“).

Religionen/Kirchen sind daher kulturell, gesellschaftlich und vielfach auch gesetzlich ein so starkes und enges Bindungsglied, dass sie alle ein übergeordnetes Interesse daran haben, den menschlichen – individuellen – Glauben an sich zu binden.

Dabei werden alle möglichen Tricks angewendet, um irrationale Ängste beim Menschen zu erzeugen, die es ihm nahezu unmöglich machen, sich von der Religion/Kirche abzuwenden. Hier sei nur der Teufel oder die Hölle erwähnt, oder die Sünde und die Exkommunikation. Diese Drohungen mit dem Nichtfassbarem beweisen, dss Glauben/Religionen Machtinstrumente der Kirchen sind, um den Menschen zu beherrschen.

Sehen wir uns einige Religionen einmal etwas näher an.

3. Religionen

 Religionen sind nicht von Gott gegeben oder vom Himmel gefallen, sondern alle von Menschen erdacht.

Sie sind Lebensregeln, die es Menschen ermöglichen sollen, gesund zu leben, miteinander auszukommen und Sitten und Anstand – man kann auch Ethik sagen –  einzuhalten.

Daher sind sie auch mit trafen versehen worden, wenn sich jemand nicht an diese Regeln hält. Diese Strafen sind jedoch vielfach nicht im weltlichen Dasein zu erwarten, sondern erst nach dem Tode. Das macht dem Menschen wesentlich mehr Angst, als irgendwelche weltlichen Strafen und daher sind sie auch so wirkungsvoll.

Religionen sind ganz  ohne Zweifel von sehr weisen Menschen erdacht und aufgeschrieben worden. Doch sie sind von Menschen und nicht von einem imaginären „Gott“ geschaffen orden.

Diese Menschen haben auch keine einmalige „Erleuchtung“ von Gott auf einem hohen Berg bekommen, sondern sie haben viel nachgedacht und suchten nach Wegen, damit die Menschheit friedlich zusammen leben kann.

Es sind Philosophen gewesen, die ihre Lebensweisheiten zusammengefasst und wohl auch niedergeschrieben haben.

Sicherlich haben sie auch „Erleuchtungen“ empfangen, doch was sind „Erleuchtungen“? Ist nicht jede Idee eine „Erleuchtung“? Jeder Mensch hat Ideen und somit Erleuchtungen. Ob dies nun eine Erfindung eines Ingenieurs ist oder das Gedicht eines Dichters oder das Bild eines Malers.

Die Religionsgründer sind somit nur sehr weise – und keineswegs junge – Menschen gewesen, die sich über die Unmoral, das ungesunde Leben oder das feindliche Miteinander geärgert haben, sich hingesetzt und „Gesetze“ niedergeschrieben haben, nach den die Menschen leben sollten.

Sie müssen jedoch auch Macht besessene Menschen gewesen sein, denn sonst hätten sie den Menschen nicht gesagt, dass sie „göttliche Botschaften“ mitgebracht haben, die keinen Widerspruch zulassen.

Doch nicht alle Religionen sind auf Macht aus. Daher möchte ich die wichtigsten Weltreligionen in alphabetischer Reihenfolge kurz beleuchten.

Hierbei bediene ich mich des Internets, in erster Linie „Wikipedia“, denn so gebildet bin ich nun wirklich nicht, dass ich diese Kenntnisse alle selbst erarbeitet habe. Ich beschränke mich daher zu jeder Religion auf meine kurze Meinung dazu.

3.1 Die Urreligionen

 Lesen wir zunächst einmal, was wir im Internet darüber finden:

„Die Urreligionen, Grundstein unserer Kultur

von Grygoriy Kulesko

Was verehrten unsere Vorfahren?
Wir wissen wenig über die Religiosität unserer Vorfahren. Doch durch Ausgrabungen konnte man feststellen, dass es eine Mythisierung des Alltags gab. So wurden unter anderem besondere Opferrituale für eine erfolgreiche Jagd durchgeführt. Auch Grabbeigaben lassen uns heute uralte Bräuche erschließen. Doch was wurde verehrt? Solche Funde, wie die Venusfiguren (ca. 15 000 v. Chr.) beweisen, dass die Weiblichkeit oder die Weiblichkeit als Schlüssel zur Fruchtbarkeit mit Sicherheit einen wichtigen Platz in der religiösen Verehrung hatte. Außerdem kann man davon ausgehen, dass auch eine Verehrung der Sonne und der Gestirne stattgefunden hat, was die besondere Ausrichtung bestimmter prähistorischer Bauwerke belegt. Insofern gab es eine Verehrung des Lichts und des Lebens. Doch es gibt keine überlieferten Anzeichen der Verehrung von dunklen Mächten! Die Menschen damals waren wahrscheinlich nicht darauf ausgerichtet das Böse in z.B. Naturkatastrophen zu erkennen, sondern diese vorherzusehen und sie zu respektieren. Also gab es das Böse nicht in personifizierter Form, sondern als Zeichen nach verübten Fehlern, wie keine Achtung vor der Natur zu haben. Es hat aber bestimmt Dämonen, die zu besänftigen waren, gegeben. Die heutigen Polynesier, Neuguineer oder Schwarzafrikaner sind mit den Stämmen der frühen Menschheitsgeschichte gut zu vergleichen, da sie wegen ihrer isolierten geografischen Lage ihre Religionsvorstellungen bewahrt haben. Ihnen sind zwar Dämonen bekannt, doch es sind nie grundböse Wesen, wie der Teufel, sondern Wesen mit bösen und guten Seiten. Doch das Gute spielte immer die entscheidende Rolle.

Das indogermanische Vermächtnis
4000 Jahre v. Chr. begann die ethnische Entwicklung, der Grundstein unserer Kultur. Diese prägte die meisten europäischen Sprachen. Damals fand die größte Völkerwanderung in der Menschheitsgeschichte statt, wo riesige Reiterhorden der Indogermanen aus dem Süden Russlands bis in die grünen Ebenen Irans und des Persischen Golf, sowie bis in den Süden und Norden Europas vordrangen. Sie waren auch das Volk, in dem letztendlich das Christentum seine Wurzeln hat. Diese Bewegung dauerte ganze 2000 Jahre. Die Indogermanen waren hoch entwickelt und hatten bereits ein funktionierendes, soziales Netz und waren stammesrechtlich organisiert. Und sie kannten die Techniken des Ackerbaus, der Binnenschifffahrt und der Herstellung und Nutzung des Rads. Rund 3000 bis 2000 v. Chr. begannen sie Städte auf Hügeln, die von Dörfern umgeben waren, zu erbauen. Auf ihrem Siedlungsweg überrannten sie auch andere Völker, wie die ebenfalls hoch entwickelten Bewohner des heutigen Irans. Doch mit jedem besiegten Volk erhielten die Indogermanen einen Teil dessen Weltanschauung und dessen Religion. So kannten sie eine Unsterblichkeit der Seele, ein von einem Gott mit Axt regiertes Jenseits und auch eine Muttergottheit. Die Indogermanen Indiens und des Iran verehrten letztendlich zwar die selben Gottheiten, doch hatten jeweils andere Riten und Mythen. Es war die Göttertriade: Mithra, Varuna und Indra. Bis 2000 v. Chr. war die Religion nicht zentralisiert. Doch dann kam das Königreich Elam (Hochland) mit der Hauptstadt Susa in der Gegend des heutigen Iran. Bis ins 9. Jahrhundert v. Chr. prägten Eroberungen, Unterwerfungen und große Feldzüge die Geschichte des Königreichs. Es war die Zeit der großen Feldzüge gegen Ur, Babylon und die Assyrer. Dies alles war natürlich nur mit einem hierarchisch geordnetem System aus König, Priestern und Kriegern unter Führung des Königs möglich. Da der führende König wie eine Gottheit verehrt wurde, versuchte dieser die Menge der anderen Götter so gering wie möglich zu gestallten.

Gemeinsame „Teufels“ – Vorstellungen
Viele unserer Teufelsvorstellungen haben ihren Ursprung in den Religionen vergangener Hochkulturen. So ist auch die Gestalt des Teufels nicht gleichzeitig mit ihm selbst und auch nicht erst in der Satyrdarstellung des antiken Griechenlands, sondern auch schon bei den Indogermanen in der Zeit der großen Völkerwanderung entstanden. So fand man in der Steppe Kasachstans Ritzzeichnungen eines gehörnten Gottes aus dieser Zeit. Weise Magier Ägyptens waren dafür bekannt narkotische Tränke herzustellen, die sowohl der Heilung als auch dem Hervorrufen von Visionen dienten. Dem Teufel wurde im Mittelalter unterstellt Menschen mit Tränken willenlos zu machen, was sicherlich eine Parallele dazu ist. In Babylon entstand als Teil der Auguralwissenschaften, in denen man mit Hilfe jeglicher irdischer Ereignisse die Zukunft voraussagen konnte, der sog. Melitta-Kult. In diesem Kult war die religiöse Prostitution der Frau besonders stark ausprägt. Jede Frau musste sich einmal in ihrem Leben in den Tempel begeben und sich einem Fremden überlassen. Dieser Kult erhielt sich auch bis weit über die Eroberung Babylons durch die Perser 331 v. Chr. So entwickelten sich daraus mit Sicherheit die Mythen der “dämonischen Sexualität”. Auch dass der Teufel es mit den Toten treibt, ist keine besonders neue Vorstellung. So wurden in Ägypten Leichname schöner junger Frauen erst nach drei bis vier Tagen einbalsamiert, weil man annahm, sie würden missbraucht werden. Die Ägypter hatten auch etwas Ähnliches wie ein Fegefeuer und eine Hölle. Die Seele eines Toten kam in die Unterwelt, wo sein Herz gewogen wurde. Den Verdammten wurde dann schließlich der Kopf von einem Nilpferd abgebissen, was unserer Vorstellung von ewigen Quallen in der Hölle ähnlich ist. Letztendlich kann man sagen, dass die frühen Hochkulturen mit ihren Mythen und Riten unsere heutige Religionsvorstellungen entscheidend geprägt haben.“

Quelle: http://ema.bonn.de/teufel/I_1.html

Wenn man das liest, dann ist man eigentlich schon am Ende der Gedanken über Religionen, denn sie haben alle die gleichen Wurzeln und die gleichen Ziele gehabt. Sie waren oder sind alle Regeln zum friedlichen Miteinader untereinander gewesen. Doch sie wurden fast alle von ihren Religionsführern zu Machtzwecken missbraucht.

Daher fordert Hans Küng in seinem Buch „Projekt Weltethos“ auf Seite 169 zu Recht:

„Wir brauchen Religionen, die nach all den heißen und kalten Kriegen, nach all der mehr schiedlich als friedlichen Koexistenz sind in konstruktiver Proexistenz und friedenstiftender Kooperation bei lokalen und regionalen Konflikten üben. Ein eng geflochtenes Netzwerk interreligiöser Information, Kommunikation und Kooperation ist notwendig. Praktisch brauchen alle Religionen als gleichberechtigte Weggefährten:

  • mehr gegenseitige Information;
  • mehr wechselseitige Herausforderung;
  • mehr allseitige Transformation in der gemeinsamen Suche nach der größeren Wahrheit, nach dem Geheimnis des einen und wahren Gottes, das sich erst am Ende der Geschichte, wenn Gott selbst es will, voll offenbaren wird.“

Er hat ja Recht, doch ist dies ein Traum, solange Religionen von Kirchen – d. h. mächtigen Organisationen – repräsentiert werden, deren eigene Macht wichtiger ist, als das Wohl der Menschhhit. Doch dazu später mehr.

3.2 Buddhismus

 „Vor etwa 2500 Jahre verließ ein Prinz namens Siddharta Gautama Haus und Weib und machte sich auf, um die Erleuchtung zu finden. Nach 6 Jahren beständiger Suche erlangte Gautama schließlich, in einem Zustand langer Meditation unter einem Baum sitzend, die Erleuchtung, das Nirwana. Von da an wurde er als Buddha – der Erleuchtete – bekannt, und seine Lehren und das Beispiel seines Lebens bilden die Grundlage des Buddhismus. Nirwana ist der unveränderliche Zustand, der endgültige Zustand reinen Seins, den alle erleuchteten Wesen ( Buddhas ) erreichen.

Das Gebiet des Buddhismus erstreckt sich auf die ganze Welt. Länder wie Indien, Sri Lanka, Birma, Thailand, Nepal, Bhutan und Sikkhim zählen zu den Ländern, in denen der Buddhismus am meisten praktiziert wird. Von dort aus wurde er über die Seidenstraße nach China, in die Mongolei, nach Korea und Japan gebracht. Der Buddhismus ist auch nach Vietnam, Laos, Kambodscha, Indonesien und seit neuestem auch in die U.S.A., nach Europa, Australien und Neuseeland verpflanzt worden.

Mit der Zeit entwickelte sich der Buddhismus – wahrscheinlich die friedliebendste der Religionen – in verschiedene Schulen, die ihre eigenen Traditionen hervorbrachten. In Sri Lanka, Birma und Thailand wird die Haupttradition Therawada genannt – der Weg der Theras, der älteren Mönche oder Ältesten. Therawada hat einen konservativen Ansatz und glaubt, daß seine Tradition die frühesten und echtesten buddhistischen Vorstellungen und Bräuche widerspiegelt. Diese Form des Buddhismus wird wegen ihrer Schrift, der Pali – Schrift, in der die angeblichen tatsächlichen Wörter von Siddharta im Pali – Kanon geschrieben sind, auch Pali – Buddhismus oder südlicher Buddhismus genannt.

Der andere Hauptteil des Buddhismus ist Mahajana – das bedeutet “großer Weg” oder “großes Fahrzeug„. Seine Schriften entstanden in Sanskrit, so daß diese Form des Buddhismus Sanskrit – Buddhismus genannt wird. Mahajana umfaßt auch den tibetischen Buddhismus, dessen Führer, der Dalai – Lama, eine im Westen bekannte Figur ist.“ (Quelle: aus dem Internet unter: http://www.weltreligionen.de/01_christen.htm)

Das Symbol des Buddhismus ist das achtspeichige Lebensrad (Rad des Werdens)

 

Bedeutung

Das Rad des Werdens (Bhavacakra) ist die Darstellung des leidhaften Wiedergeburtenkreislaufs (Samsara), aus dem Befreiung zu finden jedermann bemüht sein sollte. Es gehört zu den ältesten Bildtypen der buddhistischen Malerei. Es ist die altindische Vorstellung vom Wirken des Karma, die im Bild des Lebensrades symbolisch veranschaulicht ist.

An Tempeln schmückt es meist die Außenwand der Vorhalle. Bevor der Gläubige den Tempel betritt fällt sein Blick auf das Lebensrad und dieses fordert ihn auf, sein Leben zu ändern. Im Lebensrad erkennt er sich selbst, es ist ein Spiegel, ein verschlüsselter Ausdruck seines Unbewussten. Wer den Tempel betritt, schreitet sinnbildlich durch die samsarische Welt hindurch in die Erlösung; die Meditation über das Bhavacakra kann eine Vorübung zur Selbstverwirklichung sein. Auch der des Lesens Unkundige kann durch das Lebensrad die Lehre Buddhas in sich aufnehmen.

Beschreibung

Mara, der grimmige, scharfzähnige, mit einem Tigerschurz bekleidete Dämon des Todes und des Unheilsamen hält das Lebensrad in seinen Krallen. Mara figuriert auch als „Versucher“ (z.B. in den Darstellungen von Buddhas Leben) und wird in dieser Funktion von seinen drei Töchtern rati – die Lust, arati – die Unzufriedenheit und tanha – die Gier oft unterstützt. In dieser Rolle wird Mara mit dem christlichen Teufel verglichen. Außerhalb des Rades, frei von der Wiedergeburt, sitzen vor einem Tempel oben rechts der Buddha Gautama und oben links der Transzendente Bodhisattva Avalokiteshvara. Buddha Gautama ist mit der Almosenschale als Ordensgründer dargestellt, seine rechte Hand führt die Erdberührungsgeste aus als Zeichen dafür, dass er die Erde als Zeugin für die Wahrheit seiner Lehre anruft.

Das Rad des Werdens besteht aus vier konzentrischen Kreisen:

Erster Kreis (Radnabe)

Verkörpert durch Hahn, Schlange und Schwein jagen sich im Zentrum des Rades die in die Wiedergeburt verstrickenden Leidenschaften im Kreise, diese sollen folgende Grundübel symbolisieren:

  • Gier (Prinzip der Anziehung)
  • Hass (Prinzip der Abstoßung)
  • Verblendung (Prinzip der eingeengten Sichtweise)

Diese Triebkräfte, auch Wurzelgifte genannt, binden nach der Weltanalyse des Buddha die Wesen an den Wiedergeburtenkreislauf (Samsara). Allein durch die Überwindung und Vernichtung dieser Kräfte ist es möglich, dem Samsara zu entrinnen und die Erlösung zu erreichen.

Zweiter Kreis

Im angrenzenden Ring wird in der rechten, dunklen Hälfte der karmische Abstieg, in der linken, hellen der karmische Aufstieg angedeutet. Üble Taten begehen oder dem Dharma folgen und Gutes tun, zwischen diesen beiden Möglichkeiten hat jeder zu wählen.

Dritter Kreis

Im breiteren, anschließenden Ring sind die nach buddhistischem Verständnis sechs Bereiche, Welten oder Existenzformen dargestellt, in denen die Wesen je nach der Qualität ihrer Taten (Karma) und Tatabsichten (samskara) wiedergeboren werden. Nämlich der Bereich der Götter, der eifersüchtigen Götter, der Menschen, der Tiere, der hungrige Geister (Pretas), und der Höllenwesen. Jeder wird in der Existenzform wiedergeboren, die er durch die selbst gelegten karmischen Ursachen verdient hat. In jedem der Sechs Bereiche ist Buddha bemüht, den Wesen Erleichterung ihres Loses und die Kenntnis seiner Lehre zu bringen.

Vierter Kreis

Im Außenring des Lebensrades sind die verschiedenen Daseinsfaktoren dargestellt, die das Leben jedes Menschen bestimmen. Sie werden als zwölf Glieder (nidana) einer Kette beschrieben, die den Menschen immer wieder hineinzieht in den Kreislauf von Geburt und Tod. Jedes der zwölf Glieder ist nicht alleinige Ursache, sondern eine von mehreren Bedingungen dafür, dass das nächste Glied entsteht.

Die Beschreibung der zwölf Stationen beginnt unten in der Mitte und geht im Uhrzeigersinn weiter.

  • Eine blinde Greisin mit Topf und Stock, die aus der Sicherheit des Hauses dem Abgrund zutappt (1), symbolisiert die Unwissenheit, die daran schuld ist, dass die meisten Menschen dem Wiedergeburtenkreislauf verhaftet bleiben. Als Folge der Unwissenheit     entwickeln sie Tatabsichten (samskara) und schaffen Karma, das sich als zukünftige Wiedergeburt auswirkt.
  • Die Tatabsichten werden durch einen Töpfer (2) dargestellt, der Schalen und Krüge für den zukünftigen Gebrauch herstellt.
  • Von den Tatabsichten programmiert, ergreift das Bewusstsein nach dem Tode eine neue Existenzform, wie ein Affe (3), der sich von einem Ast zum anderen schwingt.
  • Die neue Existenzform beginnt mit der Entstehung von Name und Körper, worunter die geistigen und physischen Komponenten der Person zu verstehen sind. Diese sind wie zwei Männer in einem Boot (4) aufeinander angewiesen und müssen solange zusammen     bleiben, bis der Strom überquert ist.
  • Die Sechs Sinne des Menschen (Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Tasten und Denken) sind vergleichbar mit einem Haus (5) mit sechs Fenstern.
  • Durch diese Fenster schaut er in die Welt, so dass Berührung mit den wahrgenommenen Objekten zustande kommt, symbolisiert durch ein Liebespaar (6).
  • Aus der Berührung erwächst Empfindung, oft schmerzhafte wie der Pfeil im Auge (7), noch öfter verlockende.
  • So entsteht Gier oder Durst, dargestellt durch die Kanne (8), die mit Gerstenbier gefüllt ist. Die Gier veranlasst die Wesen, nach dem Tode wiederum eine neue Existenzform zu ergreifen.
  • Dieses Ergreifen der neuen Daseinsform symbolisiert der Mensch (9), der einen Ast gepackt hat, um Früchte zu pflücken.
  • Das Werden des neuen Wiedergeburtswesens versinnbildlicht das Paar bei der Zeugung bzw. die schwangere Frau (10).
  • Die Geburt in eine neue Daseinsform ist die nächste Station und wird durch eine Gebärende (11) veranschaulicht.
  • Alter und Tod schließen das Werdensrad. Eingeschnürt in ein Tuch, wird die Leiche von einem Träger (12) auf dem Rücken zur Leichenstätte getragen, um dort zerstückelt und von Geiern und Schakalen gefressen zu werden.“

(Quelle Internet: http://de.wikipedia.org/wiki/Lebensrad)

Meine persönliche Meinung:

Wie schon im Text erwähnt wird, ist es die wahrscheinlich friedliebendste Religion auf dieser Welt. Für mich ist sie dies auf jeden Fall, insbesondere wenn man auch das Buch des derzeitigen Dalai Lama „Das Buch der Menschlichkeit“ gelesen hat. Nach dieser Lebensweisheit kann man leben, ohne besonders „religiös“ zu sein. Sie ist nach meiner Ansicht ganz einfach human und akzeptiert andere, wie sie sind und ist somit auch sehr liberal und in keinster Weise machtbesessen.

Schlechte Menschen werden im Buddhismus nicht in einer „Hölle schmoren“, sondern kommen als niederes Wesen wieder auf die Erde und haben somit eine Chance, durch gute Taten wieder ein Stück näher an das „Nirwana“ zu gelangen. Man wird nicht in der Finsternis verdammt bis in alle Ewigkeit, sondern hat die Chance zur Besserung.

Eine Religion somit, die nicht auf Schrecken und Angst aufgebaut ist, sondern auf eine permanente Verbesserung.

Was ich nicht so gut finde, ist die Tatsache, dass die Frau kaum eine Rolle spielt. Sie ist nur für die Geburt zuständig. So ist auch die oberste Gottheit Buddha ein (fetter) Mann, weil sein Gründer Siddharta Gautama ein Mann war (ob er fett war? Ist wohl anzunehmen). Gibt es weibliche Priester? Ich wüsste nicht. Also auch eine Macho-Religion, wie alle anderen auch. Damit habe ich ein Problem.

3.3. Christentum

„Das Christentum ist mit etwa 2,3 Milliarden Anhängern vor dem Islam (ca. 1,2 Milliarden) und dem Hinduismus (ca. 900 Millionen) die größte Religion der Erde und eine der fünf Weltreligionen. Gelegentlich wird mit dem Begriff auch die Christenheit – die Gesamtheit der Anhänger dieser Religion – bezeichnet.

Der Begriff Christentum (v. griech. christianismós) wird erstmals in einem Brief des syrischen Bischofs Ignatius von Antiochia erwähnt. Die Anhänger des Christentums nennen sich selbst Christen, nach Jesus Christus. Die Apostelgeschichte erzählt, dass die Nachfolger Christi den Namen Christen zuerst von den Ungläubigen der syrischen Stadt Antiochia erhielten, in welche sie nach den ersten Verfolgungen in Palästina geflohen waren.

Das Christentum ist eine monotheistische, gestiftete und missionierende Religion. Ihre Wurzeln liegen im Judentum des zweiten Tempels, in Palästina, zur Zeit der römischen Herrschaft zu Beginn des 1. Jahrhunderts. Das Christentum geht zurück auf die Anhänger eines jüdischen Wanderpredigers namens Jesus von Nazaret. Jesus wird von den Christen als der Christus (der Gesalbte), also der jüdische Messias, verehrt sowie als der Mensch gewordene Sohn Gottes.

Der Kern der christlichen Religion rührt nach ihrem Selbstverständnis aus einer Zuwendung Gottes an den Menschen. In dieser Zuwendung, bei der sich Gott offenbart bzw. sich selbst erschließt, wird die Beziehung Mensch-Welt-Gott geklärt. Wie alle Religionen mit Exklusivitätsanspruch versteht sich das Christentum selbst entweder als der alleinige Ort, an dem sich Gott den Menschen zugewandt hat oder zumindest als der Ort, an dem er dies in angemessenster, geklärtester und unüberholbarer Weise getan hat. Nach der ersten Position werden alle anderen Religionen als unzulässige und unmögliche Versuche des Menschen angesehen, mit seinen Anstrengungen und „Werken“ Gott, oder das, was er dafür hält, zu gefallen und sich ihm zu nahen; die andere sieht diese Versuche als unzureichend geklärte an. Diese Klärung, die in Gottes Offenbarung geschieht, ist jedoch für beide dieser Positionen ein Geschenk (Gnade) Gottes, kein aktives Tun des Menschen.

Mehrheitlich herrscht im Christentum der Glaube vor, dass Gott sich in Jesus Christus der sündigen Menschheit zugewandt hat. Der Tod Jesu Christi am Kreuz wird dabei als dienende Erlösertat Gottes angesehen. In Jesus sei somit die Schuld und Sünde der gesamten Menschheit aufgehoben. Als Initialzündung des christlichen Glaubens gilt die Erschließung dieser Gewissheit an Ostern, dem dritten Tag nach Jesu Kreuzigung, an dem Gott an Jesus die Auferstehung bzw. Auferweckung als erstem von allen Menschen gewirkt und somit die Botschaft dieses Jesus von Nazareth bestätigt haben soll. Durch diesen Oster- bzw. Auferstehungsglauben entstand die christliche Gemeinschaft („Kirche“). Ein weiteres Kennzeichen des Christentums ist das Bekennen von Jesus von Nazareth als „Christus“, „Sohn Gottes“ etc. (Hoheitstitel). Diesen Glauben versuchte man, zusammen mit der Erinnerung an Jesus von Nazareth als dem Initiator der Gemeinschaft und dem Glauben an Jesus Christus, als dem Verkünder der Botschaft Gottes, im historisch gewachsenen und in mehreren Konsensbewegungen festgelegten neutestamentlichen Kanon authentisch festzuhalten und zu bewahren (Weiterführendes siehe „Christliche Lehre“).“

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Christentum

„Das Christentum unterscheidet sich von allen anderen großen Religionen dadurch, dass es seinen Stifter in viel höherem Masse als diese in den Mittelpunkt seiner gesamten Lehre stellt, indem es ihm für das ganze kosmische Geschehen entscheidende Bedeutung beimisst. Jesus der Christus ist für die Kirche nicht der Urheber oder Widerentdecker metaphysischer und ethischer Lehren, wie Buddha und Konfuzius, nicht der Gesandte eines sich ihm offenbarenden Gottes, wie Mohammed nicht eine der viel Inkarnationen des Weltherrn, wie Krishna, sondern er ist Gott selbst, der den großen Wendepunkt im Weltprozess herbeigeführt hat und den baldigen Abschluss des Weltgeschehens und die endgültige Weltverklärung verwirklichen wird.“

(Quelle Internet: http://www.ref.ch/weltreligionen)

„Das Lateinische Kreuz oder Passionskreuz ist das „typische christliche Kreuz“, bei dem der Längsbalken (senkrechte Line) länger ist als der Querbalken (waagerechte Arme), welcher oberhalb der Mitte den Längsbalken kreuzt. Es symbolisiert zum einen den Opfertod Jesu Christi. Zum anderen symbolisiert es die Verbundenheit des Menschen mit der Erde und den Mitmenschen (waagerechte Achse des Kreuzes), sowie mit dem Göttlichen (senkrechte Achse des Kreuzes).

Die Entstehungsgeschichte des Kreuzes als christliches Glaubenssymbol ist unklar.

In der Christlichen Kunst findet es erst nach dem Konzil von Nicaea (325) Eingang. Bis dahin war das Kreuz noch nicht Symbol des Christentums. Die altchristliche Kunst scheute sich, die Leidensgeschichte darzustellen. Von daher finden sich in den Katakomben und auf frühchristlichen Mosaiken lediglich einige, das Kreuz verschleiernde, Ankerkreuze.[1]. Hauptsächlich wurde es als Grabzeichen verwendet. Auch Mondsichelkreuz genannt, ist es ein Symbol für den Anker der christlichen Hoffnung. Im Ursprung war es ein geheimes Erkennungszeichen der ersten Christen, d. h. es ist eine verhüllte Darstellung des Kreuzes gewesen.

Bis ins 3. Jahrhundert hinein wurde das Kreuz vielmehr von den Gegnern als Spottsymbol verwendet (siehe Katakomben-Graffiti mit Esel statt Jesus am Kreuz).

Im gleichen Jahr 325 hat den Traditionen nach die Kaisermutter Helena das Kreuz Christi und seine Grabeshöhle aufgefunden. Etwas vorher hat Kaiser Konstantin der Große seine Visionen des Christusmonogramms und des Kreuzes mit den Worten „in hoc signo vinces“ (in diesem Zeichen wirst du siegen) verziert. Daraufhin hat Konstantin ein entsprechendes Feldzeichen (Labarum) anfertigen lassen, was ihn dann tatsächlich zum Sieg verholfen hat.

Die Anerkennung des Christentums durch Konstantin gibt auch die Möglichkeit, den Kreuzestod öffentlich zu bekennen. Nachweisen lässt sich das Kreuz als generelles christliches Symbol etwa seit der Völkerwanderung (375 – 568 n. Chr.). Oft wird das Konzil von Ephesos (431) als „offizielle Einführung“ des Kreuzes als christliches Zeichen genannt. 432 n. Chr. findet sich dann zum Beispiel eine Kreuzigungsdarstellung am Portal der Basilika Santa Sabina auf dem Aventin in Rom.

Daher meinen einige Wissenschaftler, dass das Kreuz als christliches Symbol weniger aus der Tatsache der Kreuzigung selbst, sondern in der Auseinandersetzung mit der heidnischen Umwelt entstanden ist. Der zur Zeit Jesu in Rom populäre Mithraismus kennt zum Beispiel ebenfalls ein Kreuzsymbol, aber auch der orphische Kult im 3. Jahrhundert kennt die Darstellung von Gekreuzigten.[2]

Sowohl dies „offizielle Einführung“ durch das Konzil von Ephesos als auch der Zusammenhang mit dem Mithraismus werden in Frage gestellt durch die Datierung eines italienischen Elfenbeinkästchens, das die älteste bekannte Kreuzigungsdarstellung zeigen soll. Sie wird auf um 420 datiert. [3]

Im Mittelalter wuchs die Bedeutung der Kreuzessymbolik durch die zahlreichen Kruzifixe, insbesondere auch durch die zahlreichen Triumphkreuze in Kirchen und Kathedralen.

(Quelle Internet: http://de.wikipedia.org/wiki/Christliches_Kreuz#Kreuz_Christi)

Meine persönliche Meinung:

Sein „Stifter“ Jesus war ein Mensch. Viel mehr ist eigentlich nicht bekannt, auch wenn uns die das Neue Testament alles Mögliche glauben machen will. Auch das Neue Testament ist – erst drei Jahrhunderte nach seinem Tod – von Menschen (Johannes, Lukas, Markus, Mattheus) geschrieben worden, die ihn nie gekannt haben.

Hier nur einige Fragen, die mich beschäftigen:

  • Hat Kaiser Konsantin sie 325 n. Chr. beauftragt, sie zu schreiben?
  • Woher wussten die vier Evangelisten, wie Jesus gelebt hat und was er getan hat?
  • Wer hat alle Aussprüche von Jesus aufgeschrieben, während er durch die Lande reiste?
  • Jesus soll einen Bruder gehabt haben. Ist auch er „unbefleckt“ empfangen?
  • Alle nicht-christlichen Aufzeichnungen über Jesus sollen vernichtet worden sein. Warum wohl?

Im Laufe der Jahrhunderte – je nach Herrscherlaune – ist das Neue Testament immer wieder umgeschrieben worden. Ich möchte nicht wissen, wie viel verschiedene Exemplare es in den Geheimarchiven des Vatikans gibt.

Die Kirche hat die Menschheit verdummt und ihr über Jahrhunderte weiß machen wollen, dass die Erde eine Scheibe ist und die Sonne um die Erde fliegt. Sie ist übrigens eine der jüngsten Weltreligionen (nur der Islam ist noch jünger), dafür aber die wohl mächtigste und reichste.

Sie hat von allen Religionen wohl die meisten Menschen „im Namen Gottes“ umgebracht oder umbringen lassen: Kreuzzüge, Inquisition, Hexenverbrennungen, „heilige Kriege“ etc.

Sie hat den katholischen Priester Luther dazu gebracht, eine Revolution auszulösen, weil die Praktiken der Kirche mit der Religion des Christentums nichts mehr gemeinsam hatte.

Können Sie sich vorstellen, was ich von einer solchen Kirche halte?

3.4 Hinduismus

„Der Hinduismus ist mit etwa 900 Millionen Anhängern die (nach Christentum und Islam) drittgrößte Religion der Welt, gegründet nach den Vedas, und hat seinen Ursprung in Indien. Angehörige dieser Religion werden Hindus genannt. Gläubige Hindus verstehen ihre Religion auch als Lebensart.

Der Hinduismus ist eine Religion, die aus verschiedenen Richtungen mit recht unterschiedlichen Schulen und Ansichten besteht. Darum gibt es kein gemeinsames für alle gleichermaßen gültiges Glaubensbekenntnis. Nur einzelne Richtungen gehen auf einen bestimmten Begründer zurück, z.B. gehen Anhänger Krishnas davon aus, dass Krishna in prähistorischer Zeit tatsächlich lebte und ihren Glauben begründet hat. Da es sich beim Hinduismus um verschiedene Religionen handelt, gibt es auch keine zentrale Institution, die Autorität für alle Hindus hätte. Die Lehren über spirituelle Belange und sogar die Gottesvorstellungen sind in den einzelnen Strömungen sehr verschieden, selbst die Ansichten über Leben, Tod und Erlösung (Moksha) stimmen nicht überein. Die meisten Gläubigen jedoch gehen davon aus, dass Leben und Tod ein sich ständig wiederholender Kreislauf (Samsara) sind, sie glauben an die Reinkarnation. Für den persönlichen Glauben haben aufgrund der Vielfalt religiöse Lehrer (Gurus) oft einen großen Stellenwert. Trotz aller Unterschiede können Hindus der verschiedenen Richtungen weitgehend gemeinsam feiern und beten, wenn auch ihre Theologie und Philosophie nicht übereinstimmt. „Einheit in der Vielfalt“ ist eine oft verwendete Redewendung zur Selbstdefinition im modernen Hinduismus.<

(Quelle Internet: http://http://de.wikipedia.org/wiki/Hinduismus)

 „Aus der vedischen Religion entstandene eigene Richtung, der mit circa 80 Prozent die Mehrheit der indischen Bevölkerung angehört und die darüber hinaus in vielen Teilen der Welt verbreitet ist, u. a. in Nepal, Bangladesh, Indonesien, Sri Lanka, Pakistan, Malaysia, Südafrika, Mauritius, den USA und England. Das persische Wort Hindu wurde von Sanskrit saindhava; indisch sindhu („Fluss“ oder genauer der Indus) abgeleitet und bezeichnete im 5. Jahrhundert v. Chr. die Bewohner jenes Landes nach seinem Fluss, dem Indus. Die Hindus bezeichnen sich selbst als „jene, die an die Veden glauben“ (siehe Veda) oder als „jene, die den Weg (Dharma) der vier Klassen (Warnas) und Lebensstadien (Ashramas) befolgen“.

Die Veränderung, die sich seit der Vedischen Zeit(1300-1000 v.Chr.) vollzog, tritt am augenfälligsten in der Zunahme der Götterwelt in Erscheinung. Zwar werden vedische Götter, wie Agni, Mitra, Varuna, Soma noch verehrt, aber sie sind durch persönliche Gestalten immer mehr in den Hintergrund gerückt worden. Das ursprüngliche Pantheon (Oberster Ort, Gericht) wurde durch neue persönliche Götter bestückt.

Die beiden für die Folgezeit zentralen Neuerungen sind die Einsamkeits- oder Alleinheitslehre verbunden mit dem Erlösungsgedanken und die Lehre von der Wiedergeburt in einer neuen Gestalt, die aus den im früheren Leben vollbrachten Taten resultiert.

Der Hinduismus ist eine der bedeutendsten Weltreligionen, nicht nur was die Zahl seiner Anhänger betrifft (ca. 700 Millionen), sondern auch aufgrund des großen Einflusses, den er seit etwa 300 v. Chr., während seiner langen Entwicklungsgeschichte, auf die vielen anderen Religionen ausübte. Der Hinduismus, der in hohem Maße dazu neigt, fremde Elemente aufzunehmen, wurde seinerseits von diesen unterschiedlichen Religionen beeinflusst, was zum größten Teil zu seinem ausgeprägten Synkretismus, d. h. zu der Vielzahl von Glaubensformen und Praktiken, führte. Neben der hinduistischen Lehre führten insbesondere die geographischen und wirtschaftlichen Bedingungen in Indien dazu, dass sich der Hinduismus zu einem sozialen und religiösen System entwickelte, das alle Aspekte des menschlichen Lebens bestimmt.
Da die Schriften des Hinduismus mehr von den Taten der Menschen als von ihrem Denken handeln, findet man, obwohl es nur wenige Praktiken und Glaubensformen gibt, die von allen ausgeübt werden, eine weitaus größere Übereinstimmung im Verhalten der Hindus als in ihrem Glauben. Neben der Rezitation der Gayatri-Hymne bei Morgengrauen gibt es keine festgelegten oder vorgeschriebenen Gebete. Die meisten Hindus verehren Shiva, Vishnu oder die weibliche Gottheit Devi. Darüber hinaus werden von Dörfern und einzelnen Familien Hunderte von kleineren lokalen Gottheiten angebetet. Es gibt einige wenige Praktiken, die bei fast allen Hindus üblich sind: die Hochachtung gegenüber ihren Priestern, den Brahmasamadsch, und die Verehrung der Kuh, das Verbot Fleisch, insbesondere Rindfleisch, zu verzehren sowie die Eheschließung innerhalb der Kaste (Jati), wobei die Hoffnung auf männliche Nachkommen vorherrscht. Neben der Hierarchie des Gesellschaftssystems, die untrennbar mit der Religion verbunden ist und jeder Person ihren Platz im einheitlichen Gefüge zuweist, gibt es im Hinduismus weder ein Lehrgebäude noch die Hierarchie einer religiösen Institution.

In den Erzählungen ist gleichzeitig eine komplexe Kosmologie enthalten. Die Hindus betrachten das Universum als große, geschlossene Sphäre, als kosmisches Ei, das zahlreiche konzentrische Himmel, Höllen, Meere und Erdteile enthält und in deren Mittelpunkt sich Indien befindet. Vom goldenen Zeitalter bzw. Krita-Yuga ausgehend, gelangt man über zwei Zwischenperioden, geprägt vom fortschreitenden Verfall der Güte, zur Gegenwart bzw. dem Kali-Yuga. Am Ende jedes Kali-Yugas wird die Welt durch Feuer und Flut vernichtet, und ein neues goldenes Zeitalter bricht an. Das menschliche Leiden ist gleichfalls einem Zyklus unterworfen: Nach dem Tod verlässt die Seele den Körper und wird im Körper eines anderen Menschen, eines Tieres, einer Pflanze oder eines Minerals wieder geboren. Diese endlose Kette von Leben und Wiedergeburten wird Samsara genannt (Seelenwanderung). Das Schicksal des Menschen in dem neuen Leben wird dabei von seinen in den vorhergehenden Leben angesammelten guten oder bösen Taten, dem Karma, bestimmt. Die Hindus glauben daran, dass das Karma durch Buße und Rituale aufgearbeitet werden kann und dass der Verzicht auf weltliches Begehren zur Erlösung (Moksha) aus dem ewigen Kreislauf der Geburten, dem Samsara, führt.

Die Hindus können dementsprechend in zwei Gruppen unterteilt werden: diejenigen, die nach der heiligen und weltlichen Belohnung (Gesundheit, Wohlstand, Nachkommen sowie einer vorteilhaften Wiedergeburt) in der Welt suchen und in jene, die nach Erlösung von der Welt suchen. Die Grundsätze des ersten Weges, die auf die Veden zurückgehen, werden heute vom Tempelhinduismus, von der Religion der Brahmanen und vom Kastensystem vertreten. Der zweite Weg, der in den Upanishaden vorgeschrieben wird, ist nicht nur Hauptziel der Entsagungskulte (Sannyasa), sondern auch das Ideal der meisten Hindus.

Die weltliche Richtung des Hinduismus wurde ursprünglich von drei Veden geprägt, von drei Gesellschaftsklassen (Varnas), drei Lebensabschnitten (Ashramas) und den drei Zielen der Männer (Purusharthas), wobei die Ziele oder Bedürfnisse der Frauen in den alten Texten selten erwähnt werden. Den ersten drei Veden wurde eine vierte, die Atharvaveda, hinzugefügt. Die ersten drei Klassen (Brahmanen oder Priester, Kshatriyas oder Krieger und die Vaishyas oder gemeines Volk) wurden von der Dreiteilung der antiken römischen und griechischen Gesellschaft abgeleitet. Den drei Gesellschaftsklassen wurde die der Shudras oder Knechte hinzugefügt, nachdem sich die Indogermanen im Pandschab niederließen, von wo aus sie das Tal des Ganges besiedelten. Die drei ursprünglichen Ashramas umfassten das keusche Leben der Brahmanenschüler (Brahmatscharya), das Leben als Hausvater (Grihastha) und das Leben als Waldeinsiedler (Vanaprastha). Außerdem hatten sie angeblich drei Schulden zu begleichen: das Studium der Veden, das sie den Weisen schuldeten, einen Sohn, den sie den Ahnen schuldeten, sowie die Opfer, die sie den Göttern schuldeten. Die drei Ziele waren Artha (materieller Erfolg), Dharma (rechtes Handeln, gemäß der sittlichen Gebote sowie den Pflichten der Kaste) und Kama (sinnliche Freuden). Kurz nach Entstehung der ersten Upanishaden und zur Zeit des Aufkommens des Buddhismus im 6. Jahrhundert v. Chr. wurde ein viertes Ashrama und das entsprechende vierte Ziel hinzugefügt: der Entsager (Sannyasi), dessen Ziel die Erlösung (Moksha) von allen anderen Lebensabschnitten, Zielen und Schulden ist.
Für jede dieser beiden Lebensarten eines Hindus wurden eigene sich gegenseitig beeinflussende metaphysische und gesellschaftliche Systeme entwickelt. Das Kastensystem und die ihm zugrunde liegende Philosophie des Svadharma oder des „eigenen Dharma“ entwickelte sich innerhalb des weltlichen Hinduismus. Das Svadharma besagt, dass der Mensch geboren wird, um eine bestimmte Tätigkeit auszuüben, eine bestimmte Person zu heiraten, bestimmte Nahrung aufzunehmen und Kinder zu zeugen oder zu gebären, die dann ihrerseits in gleichem Sinn leben. Auch besagt es, dass es besser sei, sein eigenes Dharma zu erfüllen als das von anderen, auch wenn das eigene Dharma minderwertig und verwerflich sei wie jenes der Paria. Die Paria werden auch „Unberührbare“ genannt, da schon ihre bloße Anwesenheit den Hindu, der einer anderen Kaste angehört, beflecken könnte.

Das oberste Ziel der weltlichen männlichen Hindu ist, einen Sohn zu zeugen und großzuziehen, der dann den Ahnen Opfer darbringen wird (die Shraddha-Zeremonie). Der zweite Weg des Hinduismus, der der Entsagung, stützt sich auf die Philosophie der Upanishaden von der Einheit der individuellen Seele, dem Atman, mit Brahman, der universellen Weltseele oder Gott. Das Erkennen dieser Einheit gilt als ausreichend, um den Hindu von einer Wiedergeburt zu erlösen. Dieser Anschauung zufolge könne nichts die Erlösung mehr beeinträchtigen als die Geburt eines Kindes.

Der weltliche Hinduismus hat viele Ziele und Ideale von dem Hinduismus der Entsagung übernommen, insbesondere die Idee vom ewigen Dharma, dem Sanatana Dharma. Dieses ewige Dharma ist ein absolutes und allgemeines ethisches Gesetz, das angeblich alle sekundären, bedingten und besonderen Dharmas umfasst und gleichzeitig transzendiert. Der wichtigste Grundsatz des Sanatana Dharma ist für alle Hindus das Ahimsa, das Gebot, keine Lebewesen zu töten, aus dem der Vegetarismus folgt. Dieser Grundsatz verhindert jedoch nicht die Gewaltanwendung gegen Mensch und Tier bzw. das Blutopfer in den Tempeln.

(Quelle: aus dem Internet unter: http://www.weltreligionen.de/01_christen.htm)

 „Das Symbol des Hinduism ist das Om https://de.wikipedia.org/wiki/Om

Hinduistische Theologie

„Es ist begrifflich verwirrend, das deutsche Wort „Gott“ in Bezug auf den Hinduismus zu verwenden. Manche Strömungen des Hinduismus glauben an einen Obersten Gott, benannt als Ishvara (wörtl.: der Höchste Herr). Es gibt auch ihm unterstellte Wesen, die Devas genannt werden. Sie können als Götter, Halbgötter, Engel, Geist oder himmlische Wesen zwischen dem Ishvara und den Menschen betrachtet werden. Eines der wichtigste Konzepte jedoch ist das Brahman – der höchste kosmische Geist.

„Brahman ist die unbeschreibbare, unerschöpfliche, allwissende, allmächtige, nicht körperliche, allgegenwärtige, ursprüngliche, erste, ewige und absolute Grundregel. Es ist ohne einen Anfang, ohne ein Ende, in allen Dingen versteckt und die Ursache, die Quelle und das Material aller bekannten Schöpfung, selbst jedoch unbekannt und doch dem gesamten Universum immanent. Die Upanishaden beschreiben es als das Eine und unteilbare, ewige Universal selbst, das in allem anwesend ist und in dem alle anwesend sind.“

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Hinduismus#Vedische_Zeit

Meine persönliche Meinung:

Die Beschreibung des „Brahman“ ist die für mich beste Formulierung, was „Gott“ ist:

Das Eine und unteilbare, ewige Universal selbst, das in allem anwesend ist und in dem alle anwesend sind“.

Ich finde beim Hinduismus gut, dass es keine zentrale Führungsfigur gibt, die Macht auf sich häufen könnte.

Besonders gefallen mir die Einheit in der Vielfaltund „Die Hindus betrachten das Universum als große, geschlossene Sphäre, als kosmisches Ei, das zahlreiche konzentrische Himmel, Höllen, Meere und Erdteile enthält..“

Sehr interessant finde ich auch die Beschreibung der Zeitalter, die mit dem später noch zu beschreibenden „Popol Vuh“ der Mayas übereinstimmt: „Vom goldenen Zeitalter bzw. Krita-Yuga ausgehend, gelangt man über zwei Zwischenperioden, geprägt vom fortschreitenden Verfall der Güte, zur Gegenwart bzw. dem Kali-Yuga. Am Ende jedes Kali-Yugas wird die Welt durch Feuer und Flut vernichtet, und ein neues goldenes Zeitalter bricht an.“

Das hat auch Parallelen zur Sintflut.

Wie im Buddhismus gibt auch der Hinduismus dem Menschen eine Chance, Böses durch Gutes wieder auszugleichen oder durch eine Wiedergeburt in einem anderen Wesen wieder aufsteigen zu können:

„Das menschliche Leiden ist gleichfalls einem Zyklus unterworfen: Nach dem Tod verlässt die Seele den Körper und wird im Körper eines anderen Menschen, eines Tieres, einer Pflanze oder eines Minerals wieder geboren. Diese endlose Kette von Leben und Wiedergeburten wird Samsara genannt (Seelenwanderung). Das Schicksal des Menschen in dem neuen Leben wird dabei von seinen in den vorhergehenden Leben angesammelten guten oder bösen Taten, dem Karma, bestimmt. Die Hindus glauben daran, dass das Karma durch Buße und Rituale aufgearbeitet werden kann und dass der Verzicht auf weltliches Begehren zur Erlösung (Moksha) aus dem ewigen Kreislauf der Geburten, dem Samsara, führt.“

Wie aus dem Text jedoch hervorgeht, ist auch im Hinduismus der Mann viel wichtiger als die Frau.

Die weltliche Richtung des Hinduismus wurde ursprünglich von drei Veden geprägt, von drei Gesellschaftsklassen (Varnas), drei Lebensabschnitten (Ashramas) und den drei Zielen der Männer (Purusharthas), wobei die Ziele oder Bedürfnisse der Frauen in den alten Texten selten erwähnt werden.“

Und weiter: „Das oberste Ziel der weltlichen männlichen Hindu ist, einen Sohn zu zeugen und großzuziehen, der dann den Ahnen Opfer darbringen wird (die Shraddha-Zeremonie)“.

Wie sich dies im Leben auswirkt, ist kaum zu beschreiben. Frauen werden von ihren Männern verstümmelt und nicht einmal das Gesetz hat soviel Macht, dies zu verhindern. Grausam. Es kann nur eine Macho-Religion sein, die von Männern geschaffen worden ist, um Macht über Frauen ausüben zu können. Frauen waren und sind untergeordnete Geschöpfe, die sogar beim Tod des Mannes mit verbrannt wurden (und noch immer werden).

Mir gefällt auch die „Kasten“-Religion nicht, in der jeder in eine „Kaste“ hineingeboren wird und sich gefälligst auch dort wohl zu fühlen und sein vorher bestimmtes Schicksal zu ertragen hat:

„Das Kastensystem und die ihm zugrunde liegende Philosophie des Svadharma oder des „eigenen Dharma“ entwickelte sich innerhalb des weltlichen Hinduismus. Das Svadharma besagt, dass der Mensch geboren wird, um eine bestimmte Tätigkeit auszuüben, eine bestimmte Person zu heiraten, bestimmte Nahrung aufzunehmen und Kinder zu zeugen oder zu gebären, die dann ihrerseits in gleichem Sinn leben. Auch besagt es, dass es besser sei, sein eigenes Dharma zu erfüllen als das von anderen, auch wenn das eigene Dharma minderwertig und verwerflich sei wie jenes der Paria. Die Paria werden auch „Unberührbare“ genannt, da schon ihre bloße Anwesenheit den Hindu, der einer anderen Kaste angehört, beflecken könnte.“

Für mich ein absolutes Machtinstrument, das sehr leicht missbraucht werden kann und wohl auch wird.

Ich glaube, dass der Hinduismus im Grunde eine sehr menschliche Religion gewesen sein muss, dann jedoch im Laufe der Zeit durch männliche Propheten „Gurus“ missgestaltet wurde und dem Mann und gewisse gesellschaftliche Kreise eine unumstößliche Macht verschafft hat.

Wie auch im Buddhismus kennen der Hinduismus und andere Religionen die Wiedergeburt:

„Der Begriff Reinkarnation  (lateinisch Wiederfleischwerdung) bezeichnet die Idee, dass die menschliche Seele nach dem Tod (Exkarnation) auf dieser Erde oder anderen Existenzbereichen wieder als empfindendes Wesen geboren (inkarniert) wird. Dieses Konzept wird auch als Wiedergeburt, Seelenwanderung, Transmigration oder Metempsychose bezeichnet. Die außerkörperliche Erfahrung steht in engem Zusammenhang mit dem Begriff Reinkarnation. In einigen, aber keineswegs allen Reinkarnationslehren steht auch der Begriff des Karma damit in einem engen Zusammenhang.

Die Vorstellung eines neuen Lebens nach dem Tod ist (in Verbindung mit animistischen und/oder gnostischen Vorstellungen) in vielen Kulturen und religiösen Lehren verbreitet: im Griechenland der Antike, im römischen Kaiserkult, im Manichäismus und weiteren gnostischen Strömungen, in der jüdischen Kabbala, in der Mystik des Islam und in der modernen Esoterik. Eine systematische Reflexion erfuhr die Reinkarnationslehre vor allem aber in den östlichen Religionen Hinduismus, Jainismus und Buddhismus sowie in oft verfremdeter Art und Weise in diversen New-Age-Religionen.“

Nach meiner Meinung haben die Religionen die Wiedergeburt eingebaut, um dem Menschen deutlich zu machen, dass sein Handeln mit dem Ableben nicht beendet ist, sondern auch Folgen nach seinem Tod hat. Damit soll nicht der Spruch „Nach mir die Sintflut“ sein Leben und Handeln („Karma“) leiten, sondern immer „Du wirst für Dein Handeln irgendwann die Verantwortung tragen müssen.“

Ich glaube daher, dass es nicht tatsächlich zu einer Wiedergeburt in einem anderen Wesen kommt – obgleich meine Ex-Frau immer das Gefühl hatte, schon einmal in England gelebt zu haben – sondern die Möglichkeit, für sein Handeln belohnt oder bestraft zu werden, nie aus dem Auge verloren werden darf.

Wenn das allerdings, wie im Hinduismus dazu führt, dass die oberen Kasten glauben, dass sie deswegen reich und mächtig sind, weil sie im vorigen Leben Gutes getan haben und dies der „göttliche Lohn“ ist und die niederen Kasten selber Schuld an ihrem Dasein haben, dann finde ich dies einfach falsch.

3. 5. Islam

„Der Islam (arabisch: إسلام islām Hingabe an Gott; الإسلام al-islām der Islam) ist mit ca. 1,2 Milliarden Anhängern nach dem Christentum (ca. 2,0 Milliarden Anhänger) die zweitgrößte Religion der Welt. Seine Anhänger werden als Muslime oder (deutlich seltener und veraltet) als Mohammedaner bezeichnet. Die Bezeichnung „Mohammedaner“ wird von vielen Muslimen abgelehnt, da sie den Eindruck erweckt, Mohammed stünde vor Gott im Zentrum des islamischen Glaubens. Im Persischen ist mohammadi jedoch durchaus gebräuchlich.

In älterer Literatur finden sich für Muslime die Bezeichnungen Muselman (vom türkischen Musulman, das aus der persischen Pluralform Musliman gebildet wurde) sowie Moslem, das auf eine Transkription der persischen Vokalzeichen u als o und i als e zurückgeht.

Der Islam ist eine monotheistische Religion, die sich streng vom Polytheismus und auch von der christlichen Vorstellung von Inkarnation und Trinität abgrenzt. Er gründet sich auf dem Koran, der für Muslime das unverfälschte Wort Gottes ist. Zweite Erkenntnisquelle sind die Worte und Handlungen (Sunna) des Propheten Mohammed.

Die Entstehung des Islam

Der Religionsstifter Mohammed (arabisch: محمد: der Vielgelobte) wurde um 570 als Sohn eines Händlers in Mekka im heutigen Saudi-Arabien geboren. Nach der Überlieferung soll ihm 610 der Erzengel Gabriel erschienen sein, und ihm die ersten Verse (Ayāt) des Korans übermittelt haben. Im Verlauf der folgenden 23 Jahre soll ihm dann Vers für Vers davon offenbart worden sein.

Der Islam begreift sich als Fortsetzung göttlicher Offenbarung. Deshalb sehen sich Muslime in der Kontinuität von Judentum und dem Christentum. Mohammed wird deshalb auch als das „Siegel der Propheten“ bezeichnet. In diesem Sinne werden im Islam auch alle vorher von Gott gesandten Propheten, die in der Bibel genannt werden, als eigene Propheten verstanden. Nach islamischem Glauben ist Jesus ein Prophet, der jedoch weder am Kreuz gestorben noch auferstanden ist. Einige Personen, die im Juden- bzw. Christentum nicht als Propheten gesehen werden, werden im Islam als solche verehrt, zum Beispiel Adam.

Grundlagen des Islam

Die fünf Säulen

Die Grundsätze des Islam, die fünf Säulen, die zu erfüllen jeder Muslim verpflichtet ist, sind:

  • Das Glaubensbekenntnis Schahada (شهادة): Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt außer (dem einzigen) Gott und Mohammed ist der Gesandte Gottes. (s.o.) Die Schiiten fügen in der Regel noch den Satz hinzu: und Ali ist der Freund Gottes. Gemeint ist hier Ali    ibn Abi Talib.

            Im Sufismus (islamische Mystik) wird der erste Teil der Schahada auch interpretiert mit: Ich bekenne, dass es nichts außer Gott gibt            bzw. Es gibt nichts. Es gibt nur den Einen (die Einheit).

            Das Aussprechen der Schahada in ehrlicher Absicht (niya) reicht aus, um Muslim zu werden. Sie ist auch das Erste, was einem           Neugeborenem ins Ohr geflüstert wird, und der letzte Gruß an einen Sterbenden. In der heutigen islamischen Kultur verliert ein          Moslem, der den Islam verlässt, häufig seine familiären und gesellschaftlichen Bindungen, seine Rechte und Erbansprüche. In der          Rechtstheorie, in einigen Ländern auch in der Rechtspraxis, wird das Abfallen vom Islam mit dem Tode bestraft. (Siehe: ridda)

  • Das Gebet Salat (صلاة) ist religiöse Pflicht.

            Es wird zu festgelegten Zeiten verrichtet, zu denen der Muezzin ruft: in der Morgendämmerung, mittags, nachmittags, abends und         nach Einbruch der Nacht.

            Zuvor erfolgt die rituelle Reinigung (arabisch: wudu‘; persisch: âbdast) mit reinem Wasser. Sollte dieses nicht in ausreichender        Menge zu Verfügung stehen oder als Trinkreserve benötigt werden, wird symbolisch Sand oder Staub verwendet (tayammum). Das Zusammenlegen oder Nachholen von Gebeten ist unter bestimmten Bedingungen gestattet, z. B. auf Reisen. Am Freitag wird das         Mittagsgebet (Freitagsgebet) in der Gemeinschaft, meist in der Hauptmoschee der Stadt oder des Viertels, verrichtet. Es wird von der     Predigt (chutba) begleitet, deren Grundlagen der Koran und die Aussprüche des Propheten sind und die oft auch tagesaktuelle         Fragen behandelt.

            Die Erträge werden für Bedürftige, Kranke, Befreiung Gefangener, den Dschihad oder zum Aufbau religiöser Schulen verwendet. Die         Höhe variiert je nach Einkunftsart (Handel, Viehzucht, Anbau) zwischen 2,5-10 % ebenso wie die Besteuerungsgrundlage (Einkommen oder Gesamtvermögen). Zakat stellt eine der drei nach islamischem Recht erlaubten Steuerformen dar; die anderen beiden sind die Grundsteuer (Charadsch) und die Kopfsteuer (Dschizya), die von Nichtmuslimen in islamischen Gesellschaften als        Gegenleistung für ihre Duldung (siehe: Dhimmi) verlangt wird. Die Zakat ist eine fromme Handlung und religiöse Pflicht des Muslims             und kann somit nur Muslimen zu Gute kommen.

            Im Monat Ramadan, der sich jedes Jahr um 11 Tage verschiebt, wird von Beginn der Morgendämmerung – wenn man einen „weißen          von einem schwarzen Faden unterscheiden“ kann (Sure 2, Vers 187) – bis zum vollendeten Sonnenuntergang gefastet, nichts          gegessen, nichts getrunken, nicht geraucht, kein ehelicher Verkehr und Enthaltsamkeit im Verhalten geübt.

            Das Fasten wird nicht aus gesundheitlichen Gründen befolgt, sondern um Gottes Befehl während des Tages zu genügen. Insofern ist   das oft praktizierte ausgiebige Fastenbrechen bei Nacht zwar nicht unbedingt ideal, verletzt jedoch auch nicht die religiöse Pflicht. Oft      bricht man das Fasten mit einer Dattel und einem Glas Milch, wie dies der Prophet getan haben soll. Der Fastenmonat wird mit dem            Fest des Fastenbrechens (‚Īd al-fitr) beendet.

            Einmal in seinem Leben soll der Muslim die Pilgerfahrt nach Mekka antreten, um dort u. a. die heilige Kaaba siebenmal zu    umschreiten. Die Pilgerfahrt findet im letzten Mondmonat statt, und wird dann zur Pflicht für ihn, wenn er dazu in der Lage ist.        Entscheidend dafür ob die Pilgerfahrt zur Pflicht wird, sind unter anderem seine finanziellen und gesundheitlichen Lebensumstände.    Die Einschränkung der ritualrechtlichten Pflicht der Pilgerfahrt ist in Sure 3, Vers 97 begründet:

            „…und die Menschen sind Gott gegenüber verpflichtet, die Wallfahrt nach dem Haus (d. i. die Kaaba von Mekka) zu machen – soweit sie dazu eine Möglichkeit finden.“

            Die Interpretation des hier verwendeten Ausdruckes „Möglichkeit finden“ erfolgt in einem Prophetenspruch (Hadith), dessen Isnad          allerdings als „schwach“ eingestuft ist. Demnach ist der Besitz von Reiseproviant und Reittier (arabisch: al-zâd wa-‚l-râhila) die             Grundvoraussetzung für die Erfüllung dieser rituellen Pflicht.

Glaubensgrundsätze

Im Islam gibt es sechs Glaubensartikel, nämlich den Glauben an:

Erwähnt werden diese Glaubensartikel sowohl im Koran (z.B. Sure 4, Vers 136):

„Ihr Gläubigen! Glaubt an Gott und seinen Gesandten und die Schrift, die er auf seinen Gesandten herabgeschickt hat, und an die Schrift, die er schon (früher) herabgeschickt hat! Wer an Gott, seine Engel, seine Schriften, seine Gesandten und den jüngsten Tag nicht glaubt, ist (damit vom rechten Weg) weit abgeirrt.“

Auch in Hadithen, wie folgendem Ausspruch des Propheten, heißt es:

„Der Glaube besteht darin, dass du an Gott glaubst und an seine Engel, an seine Bücher, an seine Propheten und an den Jüngsten Tag, sowie an die göttliche Vorsehung des Guten und des Bösen.“

Der Islam ist eine ausgeprägt monotheistische Religion. Die christliche Vorstellung der Dreifaltigkeit wird ausdrücklich als polytheistisch abgelehnt, ebenso jede Personifizierung oder gar bildliche Darstellung Gottes. Gott wird durch seine „99 schönsten Namen“ (al-asmāʾu ʾl-usnā) beschrieben, die nur ihm alleine zustehen. Die Menschen können über Gott nur wissen, was er ihnen selbst in seiner Gnade offenbart hat. Die Definierung der Attribute Gottes anhand der Koranauslegung führte im sunnitischen Islam zur Zeit der Abbasiden vor allem in den Lehren der Mu’tazila und ihrer Gegner zu heftigen Auseinandersetzungen.

Neben der Eigenverantwortung steht die Verantwortung für andere: Jeder Muslim ist verpflichtet, zu „gebieten, was recht ist“ und zu „verbieten, was verwerflich ist: Al-amr bi’l ma’ruf wa n-nahy ‚an al-munkar الأمر بالمعروف والنهي عن المنكر) (mehrfach im Koran, z. B. in Sure 7, Vers 157).

Die Scharia

Scharia (الشريعة (Šarīʿa), eig. „der Weg zur Wasserstelle“) ist das islamische Recht. Es regelt nicht nur das Leben der Muslime durch die oben erwähnten Grundsätze, sondern auch sämtliche zwischenmenschlichen Beziehungen durch Ehe-, Kauf-, Vertrags- und Strafrecht (udūd / ʿuqūbāt), sowie die Beziehungen zu der nichtmuslimischen Welt durch das Kriegsrecht (siehe Dschihad).

Der Islam versteht sich als eine unauflösbare Einheit von Religion und Staat und von Religion und Recht. Das islamische Recht ist eine religiöse Pflichtenlehre, die das Verhalten des Einzelnen sowohl zu Gott als auch zu seinen Mitmenschen regelt und moralisch bewertet. Somit widerspricht der Islam den politischen und gesellschaftlichen Ordnungsprinzipien des Laizismus und des Pluralismus, da alle Bereiche des täglichen Lebens ausschließlich gemäß Normen des islamischen religiösen Gesetzes reguliert werden. Während im abendländischen Recht alles erlaubt ist, was das Gesetz nicht verbietet, verbietet das islamische Recht alles, was nicht gesetzlich erlaubt ist.

Im Sufismus (islamische Mystik) hat die Scharia den Stellenwert der Basis für den Weg des Gottessuchenden. Weitere Stationen sind in der Reihenfolge: Tariqa („der mystische Weg“), Haqiqa („Wahrheit“) und Ma’rifa („Erkenntnis“).“

(Quelle Internet: http://http://de.wikipedia.org/wiki/Islam)

„Mindestens 1 Milliarde Menschen bekennen sich weltweit zum Islam; er ist die zweitgrößte Weltreligion. Er geht auf Mohammed (570 bis 632 n. Chr.) zurück, der 610 n. Chr. in der Wüste bei Mekka eine Berufung zum Propheten erlebte. Weitere Offenbarungen folgten und wurden später niedergeschrieben, nämlich die Suren des Koran. Mohammed wurde vom Judentum, daneben auch von Christen geprägt, denen er auf Reisen als Händler begegnete. Er lehrte ursprünglich einen strengen Monotheismus: Es gibt nur einen Gott, Allah. Er selbst, Mohammed, wurde als „Warner“ gesandt, er hat dazu das Prophetenamt inne. Er kündigte das göttliche Gericht und die Totenauferstehung an. Daraus folgte die Mahnung, ein vor Gott richtiges Leben zu führen, Maßstäbe Mohammeds waren Gerechtigkeit, Ehrlichkeit und Milde.

Der Prophet erlebte in Mekka entschiedene Gegnerschaft. Daher kam es 622 n. Chr. zur Hedschra, zur Auswanderung in die 300 km entfernte Stadt Medina. Damit beginnt die am Mondjahr orientierte islamischen Zeitrechnung. In Medina stieg Mohammed zum Herrscher auf. Er sah sich vor der Aufgabe, die verfeindeten Araberstämme zu einer Gemeinde (Umma) zusammenzuschließen. Aufgrund von Auseinandersetzungen mit dem Judentum, das Mohammed nicht als Propheten anerkannte, wurden die starken jüdischen Gemeinden vertrieben oder vernichtet. Mohammed wandte sich vom Judentum ab, es kam zur Ausbildung des Islam als eigener Religion. Nach jahrelangen Kriegen folgte 630 n. Chr. die Eroberung Mekkas und die Einigung der Araberstämme.

Durch Mohammeds Tätigkeit in Medina entstand im Islam eine enge Verbindung von Geistlichem und Weltlichem, von Religion, Staat und Gesellschaft. Mohammed gilt als „Siegel der Propheten“ und der Islam als abschließende Offenbarung für alle Völker. Mohammed starb 632 n. Chr. in Medina. Seine Nachfolge als religiöser und politischer Führer, aber nicht als Prophet, wurde durch das Kalifenamt (Khalifa bedeutet Stellvertreter) geregelt. In der Nachfolgefrage trennte sich der Islam jedoch in Sunniten, für die das Kalifat an Tradition und Lehre orientiert ist, und in Schiiten, für die es an die Blutsverwandtschaft mit dem Propheten gebunden bleibt. 1924 wurde das Kalifat unter Kemal Atatürk abgeschafft. Der Islam ist seitdem ohne zentrale Autorität.

Die Lehre des Islam

Folgende Unterschiede zum Judentum und Christentum machten den Islam zur eigenständigen Religion:

  • Abraham wurde als Urvater nicht nur der Juden (über Isaak), sondern auch der Araber (über Ismael) betrachtet. Er galt auch als Gründer der Kaaba (Heiligtum in Mekka) und wurde damit wichtiger als Mose.
  •  Mekka wurde neues Religionszentrum, Wallfahrtsheiligtum und Ziel der Gebetsrichtung (wie im Judentum Jerusalem).
  • Der Koran als Heilige Schrift stand über der Bibel.
  • Statt der drei täglichen Gebetszeiten im Judentum galten jetzt fünf.
  • Es entstand eine eigene Fastenzeit (Monat Ramadan).
  • Der Tag des Gottesdienstes wurde Freitag statt Sabbat oder Sonntag.
  • Es gab eine Armensteuer statt des jüdisch-christlichen Zehnten.

Im Zentrum islamischer Theologie steht die Einheit und Einzigkeit Allahs. Die Lehre von der Dreieinigkeit und Jesu Gottessohnschaft werden abgelehnt. Allahs Wesen wird von seiner absoluten Erhabenheit und Majestät bestimmt. Das Gottesbild orientiert sich am unumschränkt herrschenden, aber auch gnädigen Monarchen, nicht an dem des Vaters. Allah ist auch Schöpfer, wie im AT schafft er die Welt aus dem Nichts. Durch die Auferstehung der Toten wird der Mensch eine Neuschaffung erleben.

Allahs Allmacht führt zu einer souveränen Vorherbestimmung sowohl des menschlichen Schicksals als auch des menschlichen Heils oder Unheils. Die richtige Haltung des Menschen gegenüber Allah ist die Ergebung in seinen Willen: aktiv durch Gehorsam und Unterwerfung, passiv durch Hinnahme des eigenen Schicksals und durch Hingabe. Islam bedeutet wörtlich Ergebung.

Gott offenbart sich dem Menschen abschließend im Koran. Das Wort bedeutet „Lesung“, „Rezitation“. Seine 114 Suren sind „Bilder“ oder Abschnitte. Vor Mohammed sandte Allah jedem Volk der Erde seinen eigenen Boten. Daher gab es vor ihm schon 124.000 Propheten. Der Koran bringt die zusammenfassende, unverfälschte Offenbarung Allahs. Er ist in jedem Wort Allahs Offenbarung, im Himmel aufgezeichnet und Mohammed zur Weitergabe mitgeteilt. Die Sunna (Tradition, Überlieferung) ergänzt den Koran durch weitere Aussprüche Mohammeds und durch Erzählungen. Am Jüngsten Tag findet eine allgemeine Totenauferweckung statt. Allah hält Gericht über die Menschen aufgrund ihrer Werke, die er auf seiner Waage bewertet. Er bestimmt jeden Menschen zu Himmel oder Hölle. Diese Orte der Ewigkeit werden im Islam recht irdisch gedacht, das Paradies als Fortsetzung der Wonnen des Lebens, die Hölle als Ort der Qual. Die islamische Frömmigkeit: rechtgeleitete Selbstauslieferung

Für die islamische Frömmigkeit steht der Gedanke an den Gehorsam gegen Gottes Willen, und der Gedanke an Gottes Gericht im Mittelpunkt des Lebens. Sünde ist eine Unvollkommenheit, die überwunden werden kann. Der Mensch muss und kann durch Erfüllung des Gotteswillens sein Heil schaffen. Dabei gilt es als größte Sünde, wenn Menschen sich auf etwas anderes als auf Gott verlassen. Allah vergibt großzügig dem, der bereut. Er hat dem Menschen im Koran die Kenntnis seiner heilsamen Lebensordnung gegeben, aber auch die Weisungen, die er braucht, um das Leben nach Gottes Willen zu gestalten. Darin besteht Gottes Erbarmen, dass er den Menschen diese „Rechtleitung“ offenbarte.

Die fünf Säulen der islamischen Frömmigkeit sind

  • Das Glaubensbekenntnis „Es ist kein Gott außer Allah, und Mohammed ist der Gesandte Allahs“. Es ist zugleich Übertrittsformel zum Islam.
  •  Das Pflichtgebet in Richtung Mekka, das fünfmal täglich vorgeschrieben ist (vor Sonnenaufgang; Mittag; Nachmittag; nach Sonnenuntergang; bei Einbruch der Nacht). Unter bestimmten Bedingungen kommt die Waschung dazu, nämlich an einem reinen Ort (in der Moschee, auf einem Gebetsteppich). Das Freitagmittaggebet bildet den Wochengottesdienst in der Moschee. Es gilt Teilnahmepflicht; sonst ist aber keine Arbeitsruhe vorgeschrieben.
  • Die Armensteuer ist einmal jährlich je nach dem Einkommen zu entrichten.
  • Das Fasten im Monat Ramadan wird von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang eingehalten, keinerlei Speise und Trank und keine sexuellen Handlungen sind erlaubt. Im Übrigen sind Alkohol und Schweinefleisch immer verboten.
  • Die Wallfahrt nach Mekka soll nach Möglichkeit einmal im Leben stattfinden.

(Quelle: aus dem Internet unter: http://www.weltreligionen.de/01_christen.htm)

Das Symbol des Islams ist die Mondsichel mit einem Stern.

Meine persönliche Meinung:

Für mich ist auch der Islam eine absolute Macht-Religion. Mohammed hat das Juden- und Christentum studiert und daraus den Islam geschaffen. Es ist somit nicht nur eine der jüngsten Religionen, sondern auch die wohl unliberalste überhaupt. Wer vom Islam abfällt, wird mit dem Tode bestraft (erlebten wir im März 2006 gerade mit dem Fall Rahman in Afghanistan). Damit wird eine Machtkonstellation aufgebaut, bei dem der Herrscher unangreifbar ist und tun und lassen kann, was er will. Da sich im Islam im Laufe der Jahrhunderte viele verschiedene Zweige entwickelt hat (Sunniten, Schiiten, Taliban etc.), von denen jede glaubt, den richtigen Weg zu gehen, hat es seit Beginn des Islam Machtkämpfe und somit Kriege zwischen den einzelnen Glaubensrichtungen gegeben, die heute noch andauern.

Der Islam ist auch eine Macho-Religion wie viele andere auch. Die Frau ist nur für den Haushalt und zum Gebären der Kinder (am liebsten Jungen) zuständig und hat sich gefälligst in der Öffentlichkeit unkenntlich zu machen, damit nicht jemand anders auf die Idee kommen könnte, sich in sie zu verlieben. Das ursprünglich als Schutz der Frau vor den gierigen Blicken anderer Männer gedachte Kopftuch ist wie bei allen „Beschützern“ zur Unterdrückung geworden. Dazu die Sure 33:

„Sure 33, Vers 59

O Prophet, sag deinen Gattinnen und deinen Töchtern und den Frauen der Gläubigen, sie sollen etwas von ihrem Überwurf über sich herunter ziehen. Das bewirkt eher, dass sie erkannt werden und dass sie nicht belästigt werden. Und Gott ist voller Vergebung und barmherzig.“

Es gibt nur Gläubige oder Ungläubige, die bekämpft werden müssen. Heilige Kriege (Dschihad) sind heutzutage an der Tagesordnung und die Mullahs missbrauchen ihre Macht in unbeschreiblichem Ausmaß durch die Verdummung und gnadenlose Indoktrinierung der Massen.

Der Islam befindet sich heute in einer Phase wie das Christentum zur zeit der „Kreuzzüge“. Dazu lesen wir im Internet bei Wikipedia:

„Die Kreuzzüge der christlichen Völker des Abendlands waren religiös und wirtschaftlich motivierte Kriege, die ursprünglich der Befreiung Jerusalems und des Heiligen Landes Palästina aus der Hand der Ungläubigen dienen sollten, nachdem die Muslime unter dem Kalifen al-Hakim die Grabeskirche zerstört hatten. Sie wurden nach kurzer Zeit aber auch zur reinen Machtpolitik genutzt, insbesondere gegen das Byzantinische Reich. Schon bald wurde der Begriff Kreuzzug nicht nur auf Kriege gegen Nichtchristen anderer Länder ausgeweitet, sondern auch gegen von der Kirche als Ketzer betrachtete Menschen (siehe Albigenser), was dem Papsttum eine starke politische Waffe in die Hände gab – wobei der religiöse Aspekt, besonders bei den Kreuzzügen in den Osten, trotzdem nicht unterschätzt werden darf. So waren nach der Einnahme Jerusalems im Jahre 1099 nach Christus die Gefallenen als Märtyrer gefeiert worden.

Bereits vor dem Aufruf zum Kreuzzug zur Befreiung Jerusalems hatte die Katholische Kirche damit begonnen, Kriegszüge zu stärken. So wurden, z.B. im Rahmen der Eroberung Englands durch Wilhelm den Eroberer, geweihte Fahnen an diesen übersandt, welche ihn im Kampf stärken sollten. Dieses gilt im allgemeinen als erstes historisches Ereignis, an welchem die katholische Lehre beginnt, Kriegszüge dogmatisch zu stärken und zu rechtfertigen.

Ein Kreuzzug war zugleich Bußgang und Kriegszug, der nach Auffassung der (nicht orthodoxen, katholisch christlichen) Zeitgenossen direkt von Gott durch das Wort des Papstes verkündet wurde. Dabei legten die Teilnehmer ein rechtsverbindliches Gelübde ab, ähnlich wie bei einer Pilgerfahrt. Die Kreuzzüge waren sehr populär, was auch die große Teilnehmerzahl und die fast nicht vorhandene christliche Kritik daran erklärt. Zudem muss beachtet werden, dass die offiziell verkündeten Kreuzzüge (darunter fallen beispielsweise nicht die Abwehrkämpfe der Kreuzfahrerstaaten im Outremer) als Angelegenheit der gesamten abendländisch-katholischen Christenheit begriffen wurden und die Kreuzfahrerheere daher in der Regel aus Rittern aus ganz Europa bestanden.

Grundlage für die Kreuzzüge war aus christlicher Sicht der Gedanke des „gerechten Krieges“ (lat.bellum iustum), wie er von Augustinus von Hippo vertreten worden war. Dies bedeutete später, dass der „gottgefällige Krieg“ nur von einer rechtmäßigen Autorität verkündet werden konnte (wie dem Papst), es musste ein gerechter Kriegsgrund vorliegen (wie die ungerechte Behandlung von Gläubigen) und schließlich musste der Krieg für gute Absichten (wie der göttlichen Liebe) geführt werden.“

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Kreuzz%C3%BCge

Kommt mir alles sehr bekannt vor, wenn ich an die Taliban und an den Dschihad denke und zusehen muss, was im vorderen und hinteren Orient heutzutage alles passiert. Schrecklich!

3. 6. Judentum

Zunächstwieder aus dem Internet:

„Das Judentum ist eine ethnische und religiöse Gemeinschaft, es ist die älteste bestehende monotheistische Religion. Das Judentum ist die Mutterreligion des Christentums und des Islams.
Nach einer Zählung aus dem Jahr 1988 leben insgesamt etwa 14,9 Millionen Juden, davon 6,9 Millionen in den USA, 2,8 Millionen in der ehemaligen UdSSR, 520.000 in Frankreich, 545.000 in Argentinien, 610.000 in Großbritannien, rund 325.000 in Kanada und in Israel etwa 3,2 Millionen. Die Anzahl der Juden in Deutschland ist verschwindend klein. Religion und Kultur des Judentums sind in hohem Maß durch die Zerstreuung des jüdischen Volkes und die dadurch bedingten Minderheitensituationen unter wechselnden örtlichen und zeitlichen Bedingungen bestimmt.
Nach traditionellem bis zur Aufklärung vorherrschendem Selbstverständnis besteht das Judentum in der Nachkommenschaft Abrahams über Isaak Jakob und dessen zwölf Söhne. Ein Jude ist, wer von einer jüdischen Mutter abstammt oder zum Judentum übergetreten ist. Es kommt häufig vor, dass das Judentum als Religion allein dargestellt wird und die Nationalität, wenn auch nicht völlig, in den Hintergrund gestellt wird.
Im 19. Jahrhundert gewann die Bezeichnung Jude dadurch, dass man sie „rassisch“ verstand, einen meist antisemitisch gefärbten neuen Aspekt. In der Folge wurden viele, die der Tradition nach nicht mehr als Juden hätten gelten können, als Juden bezeichnet.
Dies und das Auseinanderbrechen der traditionellen Einheit zwischen Volks- und Religionszugehörigkeit schufen die heutige Unsicherheit und Meinungsvielfalt in Bezug auf die Definitionen „Jude“ und „Judentum“.
Die Jüdische Tradition erhebt den Anspruch, dass der einzige wahre Gott (Monotheismus) und Schöpfer derWelt Abraham und dessen Nachkommenschaft dazu erwählte, den Glauben an den einen Gott in der Welt zu bekennen und den offenbarten Willen Gottes vollkommen zu verwirklichen.
Zeichen dieses Willens ist die Beschneidung. Dieser Gotteswille sei den Nachkommen Abrahams durch Moses am Berg Sinai in der „Thora“ (Lehre/Gesetz) offenbart worden.

Um den Glauben zu schützen entstand eine radikale religiöse und soziale Abgrenzung vor der Umwelt. Diese wird durch zahlreiche Vorschriften und Bräuche garantiert, vor allem durch Speisevorschriften, die eine Tischgemeinschaft mit Nichtjuden weitgehend ausschließen, ferner durch Bräuche wie Beschneidung oder Sabbatfeier und durch eine streng geregelte Lebensweise.
Für das Judentum war diese Abgrenzung schicksalsbestimmend. Sie hat in der Umwelt immer wieder heftige Anfeindungen ausgelöst.

Diese Problematik der jüdischen Existenz forderte den Einzelnen wie die jüdische Gemeinschaft zu ungewöhnlichen Leistungen heraus.
Im Mittelpunkt der Religiosität steht weniger das persönliche Heil, als der Beitrag des einzelnen zur Erfüllung des Erwählungsauftrags beziehungsweise zur Verwirklichung der Gottesherrschaft.

Von der hellenistischen Zeit an gab es aber auch freilich die Vorstellung von der unsterblichen Seele und somit die Frage nach ihrem Schicksal nach dem Tod bis zur Hoffnung auf Auferstehung des Leibes im Zusammenhang mit dem „Jüngsten Gericht“. Doch kam dem nur begrenzte Bedeutung zu im Gegensatz zum Christentum.

Zentrum der jüdischen Ortsgemeinde ist in der Regel die Synagoge. Die Gemeindeleitung obliegt einem Kreis von Wohlhabenden Mitgliedern und nicht, wie häufig angenommen, dem Rabbiner. Dieser fungiert auch nicht speziell als Seelsorger, sondern als Lehrer des religiösen Rechts und als Richter.

Der jüdische Gottesdienst findet abends, morgens und am späten Nachmittag statt und wird durch den Vorbeter geleitet, dem die Gemeinde nachspricht. Erst im 19. Jahrhundert kamen Chöre und teilweise die Verwendung der Orgel auf. Kernstücke des häuslichen Gottesdienstes sind die Stammgebete und Psalmen. Das traditionelle tägliche Gebetspensum wird in den Gottesdienstordnungen für Sabbat und Festtage noch weit überboten (z. B. Neujahr, Versöhnungstage, Passah, Wochenfest) noch weit überboten.
Erst im Reform-Jundentum des 19. / 20. Jahrhunderts setzt eine dem modernen Christentum gleiche Entwicklung zum Gottesdienst als eine gesonderte religiöse Veranstaltung in Abhebung vom Alltag ein.“

(Quelle: http://www.weltreligionen.de/01_christen.htm)

Das jüdische Symbol ist der Davidstern

„Interpretation des Symbols

Da Zweck und Verwendung des Hexagrammes variieren, variiert auch die Deutung dieses Symbols. Zum Beispiel wird der Davidstern als symbolische Darstellung der Beziehung zwischen Menschen und Gott interpretiert: Der Mensch hat sein Leben von Gott erhalten (nach unten weisendes Dreieck), und der Mensch wird zu Gott zurückkehren (nach oben weisendes Dreieck).

 (Quelle Internet: http://de.wikipedia.org/wiki/Davidstern)

Meine persönliche Meinung:

Als Deutscher muss ich mit meinen Äußerungen vorsichtig sein, denn sie könnten leicht missverstanden und ich in eine braune Schublade gesteckt werden. Daher möchte ich mich auf wenige Sätze beschränken.

Auch die jüdische Religion wird von Männern dominiert. Sie kann keineswegs als liberal bezeichnet werden, wenn sie nicht einmal erlaubt, dass Juden nicht mit Nichtjuden an einem Tisch speisen dürfen. Auch hier wird zwischen Gläubigen und Ungläubigen unterschieden.

Da die Gemeindeleitung nur Wohlhabenden und nicht den Rabbinern obliegt, ist das Streben nach Wohlstand und somit Einfluss = Macht automatisch oberstes Ziel eines Juden. Wer nichts hat, ist auch gesellschaftlich ein Nichts. Das führt zu Neid und Missgunst auf der ganzen Welt.

Das „auserwählte Volk Gottes“ hat es somit in aller Welt schwer, mit anderen Menschen auszukommen. Wer glaubt, über allen Anderen zu stehen, ja, die Elite sein will, muss sich nicht wundern, auf der Welt nicht viele Freunde zu haben.

Sie üben weltweit eine ungeheure Macht aus. Wenn alleine in den USA – siehe obiger Wikipedia-Text – nahezu 7 Mio. Juden leben – das ist fast die Hälfte aller Juden – dann kann man nachvollziehen, dass kein Präsident der USA es sich leisten kann, Israel nicht zu unterstützen.

Was hat das noch mit Religion als „Grundgesetz zum Leben und friedlichen Zusammenleben der Menschheit“ zu tun?

Ich könnte mir sogar vorstellen, dass die Behauptung, das „auserwählte Volk Gottes“ zu sein, Adolf Hitler dazu provoziert hat, die „arische Rasse“ als die „auserwählte Rasse“ herauszustellen. Da es aber nicht zwei auserwählte Rassen geben kann, kam es zum Holocaust und zur Vernichtung der „Untermenschen“. Da das Judentum von Haus aus friedliebend ist und alles über den Geist und wohl auch über finanziellen Einfluss lösen möchte, kam kein Widerstand auf. So haben sich die Juden wie Opfer zur Schlachtbank führen lassen, obgleich sie gewusst oder zumindest geahnt haben könnten, was mir ihnen passieren würde.

3. 7.  Schintoismus

Wieder zunächst das Internet:

„Shinto ist die älteste Religion Japans. Diese Bezeichnung (wörtl. „Weg der kami“) stammt ursprünglich aus dem Chinesischen und kam erst im 6. Jh. auf, als man die einheimische Religion gegen den vordringenden Buddhismus (butsudo, „Weg des Buddha“) abzugrenzen versuchte.
Kami wird häufig mit „Gott“ oder „Gottheit“ übersetzt, aber eigentlich bezeichnet es all das, was bei den Menschen Ehrfurcht hervorruft, was geheimnisvoll und übernatürlich ist. Dazu zählen sowohl Götter, Geister, Naturelemente wie z.B. Sonne, Berge (insbesondere der Berg Fuji), Steine oder Wind, aber auch Ahnen oder herausragende Persönlichkeiten. Die Zahl der kami ist unendlich und wächst auch weiterhin (so wurde beispielsweise Robert Koch, der Entdecker des Tuberkelbazillus, in den Kreis der kami aufgenommen). Oft genügt schon ein landschaftlich schöner Platz zwischen Felsen oder unter Bäumen zur Anbetung.
Die ursprünglichen Kultanlagen bestanden nur aus einem markierten Quadrat, um den heiligen Bezirk einzugrenzen. Später entstanden Gebäude bzw. Schreine zur Aufbewahrung von Kultgegenständen; diese waren in erster Linie Objekte, welche die Gegenwart des kami symbolisierte. Den Eingang zu diesen heiligen Bezirken kennzeichnen auch heute noch die Schreintore, die sogenannten torii, die in ihrer einfachsten Form aus zwei Pfeilern und zwei darübergelegten Querbalken bestehen.
Shinto besitzt eine äußerst positive Grundeinstellung. Der Mensch ist von Natur aus gut, alles Übel wird durch böse Geister verursacht. Sinn und Zweck vieler Rituale ist es, diese bösen Geister milde zu stimmen – durch Reinigung, Opfergaben und Gebet. Durchgeführt werden die Rituale von Priestern, die auch verheiratet sein können und nur lose organisiert sind.

Shinto hat keinen Gründer und streng genommen auch keinen heiligen Kanon. Es gibt allerdings einige Schriften, wie z.B. das Kojiki und das Nihonshoki (auch: Nihongi), die einen hohen Stellenwert im Shinto einnehmen, da in ihnen ein großer Teil der Legenden und des religiösen Lebens im alten Japan aufgezeichnet sind.
Eine dieser Legenden beschreibt die Entstehung Japans durch das Götterpaar Izanagi und Izanami, die sowahl die japanischen Inseln als auch diverse Gottheiten gebaren, unter ihnen die Sonnengöttin Amaterasu. Ihr Urenkel war der sagenhafte erste Kaiser Jimmu, als dessen direkte Nachkommen sich die japanischen Kaiser bis heute bezeichnen. Über diesen Mythos war der Shinto während der verschiedenen Epochen der japanischen Geschichte mehr oder weniger stark mit Staat und Kaiserhaus verbunden. Seit 1945 jedoch sind in Japan Staat und Religion offiziell voneinander getrennt.

Von der Regierung wurde der Shinto ursprünglich in drei Kategorien aufgeteilt: Schrein-Shinto, Sekten-Shinto und volkstümlicher Shinto. Streng wissenschaftlich gesehen sind diese Kategorien nicht haltbar, da die Übergänge z.B. zwischen Schrein- und volkstümlichen Shinto fließend sind und die Gruppen des Sekten-Shinto sich selbst im Allgemeinen als dem Shinto nicht zugehörig bezeichnen. Zum besseren Verständnis sollen sie hier jedoch aufgeführt werden:
Der Schrein-Shinto bildet die älteste und größte der Gruppen. Er ist streng organisiert und zählt ca. 80.000 Schreine zu seinen Mitgliedern. Aus den nationalen Formen des Schrein-Shinto entwickelte sich bis 1945 der Staats-Shinto in engster Verbindung mit dem Shinto des Kaiserhauses. Der Tenno wurde als Nachfahre der Sonnengöttin Amaterasu gefeiert und die Loyalität ihm gegenüber galt zugleich als Loyalität gegenüber den kami.
Der Sekten-Shinto umfasst heute 13 anerkannte Gruppen und unzählige Untergruppen, die seit dem 19. Jh. entstanden sind. Jede Gruppe hat ihren eigenen Glauben und ihre eigene Doktrin. Sie wurden zumeist in Krisenzeiten von einem charismatischen Führer begründet und betonen vielfach die Anbetung einer bestimmten Zentralgottheit.
Der volkstümliche Shinto bezeichnet die Volksreligion vor allem in ländlichen Gebieten. Hier handelt es sich besonders um Rituale zur Dämonenabwehr und um Fruchtbarkeitszauber, um Naturphänomene und den Jahreszeitenwechsel im Zusammenhang mit den Vegetationszyklen.

Wollte der Shinto sich ursprünglich vom Buddhismus abgrenzen, so ist man mittlerweile zu einem harmonischen Neben- und Miteinander gelangt. Während die Buddhisten die kami als Manifestationen des Buddha ansehen, ist für die Anhänger des Shinto der Buddha umgekehrt ein weiterer kami. Oft findet man buddhistische Tempel neben oder in Shinto-Schreinen, und buddhistische Mönche nehmen häufig an großen Shinto-Festen teil. Viele Anhänger des Shinto gehören gleichzeitig dem Buddhismus an. Hochzeitszeremonien werden großteils nach Shinto-Praktiken abgehalten, Begräbniszeremonien dagegen mit buddhistischen Ritualen, da der Tod im Shinto als etwas Schlechtes angesehen wird.
Shinto besitzt keine eigene ausgearbeitete Ethik, stattdessen übernahm man im Laufe der Zeit den Kodex der Konfuzianer. Wert legt man vor allem auf innere Reinheit und Lauterkeit (makoto), Harmonie und Einklang mit der Natur.

Im Shinto gibt es keinen regelmäßigen Gottesdienst, ein großer Teil des religiösen Lebens ist Privatsache. Allerdings werden häufig Feste (matsuri) gefeiert und Prozessionen abgehalten, welche die Gläubigen zusammenbringen. Neben den großen Jahreszeitenfestlichkeiten gibt es viele kleinere Feiern zu Ehren eines bestimmten kami oder zur Erinnerung an besondere Jahrestage wie der Gründung des jeweiligen Schreins.
Man verehrt die kami allerdings nicht nur an Schreinen, sondern ebenso zu Hause, indem man z.B. Räucherstäbchen oder auch Essen vor einem kleinen Hausschrein darbringt.

Auch heute noch ist Shinto eng mit dem sozialen und kulturellen Leben der Japaner verbunden, nicht nur privat, sondern auch öffentlich: z.B. bei der Begleitung von Bauvorhaben, Fabrikeinweihungen oder Schiffstaufen mit traditionellen Zeremonien.“

Quelle: http://web.uni-marburg.de/relsamm/Blindenversion/shintoismus-blind.htm

Meine persönliche Meinung:

Gut finde ich, dass im Schintoismus die Grundeinstellung ist, dass alle Menschen von Natur aus gut sind. Ich finde auch, dass er sehr liberal ist und mit dem Buddhismus in gutem Einklang lebt, obgleich er einmal als Konkurrenz gegründet worden ist.

Sehr gut gefällt mir, dass er auf „innere Reinheit und Lauterkeit (makoto), Harmonie und Einklang mit der Natur“ großen Wert legt.

Ich habe allerdings auch bei dieser Religion das Problem, dass die Frau immer nur die Untergebene des Mannes ist.

Die japanischen Kaiser haben sich zu Nachfolgern der Sonnengöttin Amaterasu gemacht und sind daher oberste Repräsentanten der Religion und somit der Kirche. Damit können und konnten sie machen, was sie wollten, was sie ja auch getan haben. Somit eine hervorragende Ausnutzung der Religion zur Machtausübung.

Aus diesen Gründen bin ich beim Schintoismus gespaltener Meinung. Den Glaubensgrundsatz finde ich gut, die Praxis nicht so überzeugend.

3. 8. Chinesische Religion

Ich weiß nicht, ob man von einer chinesischen Religion sprechen kann, sondern eher von verschiedenen Mythologien, die dann von Philosophen wie Konfuzius zu Lehren formuliert worden sind.

Daher auch hier zunächst aus dem Internet:

„Die chinesische Mythologie reicht bis in die Zeit der Shang-Dynastie (ca. 1700 v. Chr.1100 v. Chr.) zurück, liegt in schriftlicher Form jedoch erst in der klassischen Zeit Chinas, zur Zeit des Konfuzius vor. Von den legendären Vorzeiten der archaischen chinesischen Mythologie, der mythischen Xia-Dynastie und der Shang-Dynastie zeugen nur Bruchstücke literarischer Fassungen, die von späteren Gelehrten der östlichen Zhou-Dynastie (722 v. Chr.221 v. Chr.) bearbeitet wurden. Diese rationalisierten und historisierten die Texte. Da die Mythen von den Gelehrten dazu benutzt wurden, um ihre Werke zu illustrieren und dabei ihre eigenen Standpunkte auszudrücken, wurden so die alten Mythen teilweise stark verändert und liegen oft in unterschiedlichen Fassungen vor.

Die frühesten Schichten mythischer Überlieferung lassen sich in Texten wie dem Shanhaijing (Klassiker von den Bergen und Meeren ca. 300 v. Chr.- ca. 100), den Chuci (Gesänge aus Chu) und dem Shenyijing (Buch der Geister und Wunder) finden.

Auffällig an der überlieferten chinesischen Mythologie ist dabei, daß sich nur Bruchstücke von Weltschöpfungsmythen, die in anderen Mythologien ein zentrales Element darstellen, finden lassen und daß eine Tendenz besteht, mythische Gestalten als historisch darzustellen, so daß in der chinesischen Mythologie viele Mythen über die Kulturbringer zu finden sind.

Die ältesten dieser Gestalten sind die drei Erhabenen (San Huang) Fu Xi, Nü Gua und Shennong, die als Gründer der Kultur betrachtet werden. Ihnen folgen die chinesischen Urkaiser, von denen Huangdi, der gelbe Kaiser als der Wichtigste gilt. Auch einige daoistische Gottheiten wie Xiwangmu lassen sich bereits für die Shang-Zeit nachweisen.

Eine Gestalt, die in vielen Werken erwähnt wird, ist Yi der Bogenschütze, der mit seinen Pfeilen 9 der 10 unheilbringenden Sonnen zerschoss. Seine Gattin war die Mutter der 10 Monde und diese stahl ihm das Elixier der Unsterblichkeit, das ihm Xiwangmu, die Göttin der Unsterblichkeit anvertraut hatte und floh auf den Mond wo sie blieb. Ein anderer zentraler Mythos ist der des Kaisers Yu, des mythischen Begründers der Xia-Dynastie, der die große Flut besiegte.

Neben den weisen Herrschern und Helden erscheinen in der chinesischen Mythologie auch eine Fülle von Ungeheuern und Unheilstiftern, die die Weltordnung bedrohen und Krieg, Dürre und Chaos bringen.

Andere herausragende Motive der chinesischen Mythologie sind die wundersame Geburt, göttliche Wunder, himmlische Strafen und Verwandlungen.

Göttinnen spielen in der chinesischen Mythologie, mit einigen Ausnahmen, eine nicht so große Rolle wie die männlichen Gestalten, jedoch erscheinen in den ältesten mythischen Texten Fluss- und Berggöttinnen und die Göttinnen, die in den klassischen Texten erwähnt werden, haben oft eine mythisch signifikantere Rolle als die männlichen Gestalten.

Die chinesische Mythologie ist sehr umfassend und ihre Ursprünge werden mit Schamanismus und Ahnenkult in Verbindung gebracht und der Daoismus überlieferte zahlreiche Mythen, die bis an die Anfänge der chinesischen Kultur weisen, aber auch in der Literatur Chinas gab es einen reichhaltigen Fundus von Motiven und Topoi, die immer wieder aufgegriffen wurden.

Viele dieser Stoffe und Motive finden sich auch in den reichhaltigen Volkssagen, Legenden und Märchen. Eine beliebte und typisch chinesische Figur ist z.B. der Drache und eine andere die gefährliche Fuchsfee, eine Füchsin, die sich oft in eine mit magischen Kräften begabte schöne Frau verwandelt. Eine typisch chinesische Erscheinung sind auch die Legenden über die Unsterblichen.“

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Chinesische_Mythologie

Konfuzius

 
 

Kŏng Zĭ (chin. 孔子, transkripiert: Kong Tse; Wade-Giles: K’ung-tzû, „Meister Kong“, eingedeutscht Konfuzius (aus 孔夫子 Kŏng Fū Zĭ, der höflicheren Anrede) war ein chinesischer Philosoph und Begründer des Konfuzianismus. Er lebte vermutlich von 551 v. Chr. bis 479 v. Chr.. Er wurde unter dem Namen Kong Qiu (Wade-Giles: K’ung Ch’iu) in der Stadt Qufu im chinesischen Staat Lu (in der heutigen Provinz Shandong) geboren.

Die Familie Kong besteht weiterhin in gerader Linie und dürfte damit eine der ältesten nachgewiesenen Familien der Welt sein. Ein Nachfahre der 75. Generation lebt heute in Taiwan.

Konfuzius gründete eine Schule für Philosophie. Der zentrale Wert seiner Lehren war die Ordnung, die seiner Meinung nach durch Achtung vor anderen Menschen und Ahnenverehrung erreichbar sei. Im Mittelpunkt seines Denkens stand der „Edle“ (君子 junzi), ein moralisch einwandfreier Mensch. Der Gedanke der Harmonie spielt eine bedeutende Rolle in seiner Weltanschauung: „Den Angelpunkt zu finden, der unser sittliches Wesen mit der allumfassenden Ordnung, der zentralen Harmonie vereint“, sah Konfuzius als das höchste menschliche Ziel an. „Harmonie und Mitte, Gleichmut und Gleichgewicht“ seien das Ziel.“

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Konfuzius

Meine Meinung dazu:

Chinesische Weisheiten gelten auch heute – oder gerade wieder neu entdeckt – zu den ältesten und nachahmenswertesten Lebensweisheiten. Dies wirkt sich nicht zuletzt in Feng Shui oder in der Akupunktur aus. Konfuzius und andere Philosophen waren, wie Sokrates und Platon im alten Griechenland, weise Männer, die das Wissen um das Zusammenleben der Menschheit in Regeln gefasst haben.

Die chinesischen Dynastien haben diese Lehren genutzt, um ihre Macht zu festigen, doch sind sie letztlich alle – nicht zuletzt „dank“ Mao – untergegangen. Die Lehren haben jedoch überstanden, da sie eine nahezu ähnliche Grundsatzbedeutung haben, wie die Mathematik.

Da die chinesische „Religion“ nicht in einer oder mehreren Kirchen manifestiert wird, ist sie heute auch kein Machtinstrument. Das macht sie mir sympathisch.

  1. Ägyptische Religion

Alle vorgenannten Religionen sind offenbar jünger als die des alten Ägypten, obgleich man das genaue Alter vieler Religionen gar nicht mehr genau ermitteln kann.

Sehen wir uns daher an, was Wikipedia über Altägypten schreibt:

„Altägypten
Die Religion Altägyptens weist eine 3000jährige Geschichte auf. Es handelt sich um eine Reichs-Religion ohne Missionierungsbestrebungen, d.h. die ägyptischen Götter wurden zunächst nur im Land der Pharaonen verehrt. Erst unter römischer Herrschaft, als die Blütezeit der Pharaonenherrschaft längst vorüber war, wurden bestimmte Götter-Kulte (z.B. Isis-Kult) über die Grenzen Alt-Ägyptens hinaus weiter verbreitet. Alle religiösen Handlungen sind im Kult verankert. Die Götter wurden in heiligen Handlungen vergegenwärtigt und das Wort hatte – anders als in Buchreligionen – nur eine dienende Rolle, z.B. in Ritualtexten oder dem ägyptischen Totenbuch.
Eine wichtige Rolle spielte der Pharao als „Gottkönig auf Erden“. Er wurde gleichermaßen menschlich wie göttlich betrachtet und hatte daher Mittlerfunktion zwischen der Welt der Götter und Menschen. Seine Aufgabe war es „Maat“ aufrecht zu erhalten. „Maat“ bedeutet ‚Weltordnung‘ und gleichzeitig trägt die Göttin der Gerechtigkeit diesen Namen.
Das auffälligste Merkmal der altägyptischen Götter ist, dass sie häufig als Menschen mit Tierkopf dargestellt werden. Beispiele dafür sind der Schöpfergott Amun mit Stierkopf oder der Gott Horus mit Falkenkopf. Diese Gestalt sollte zum einen dazu dienen, den dargestellten Gott für lese-unkundige Ägypter eindeutig darzustellen, andererseits handelt es sich bei den zugeordneten Tieren um Attribute des Gottes (z.B. Amun – Stier, Gans; Horus – Falke; Isis – Kuh). Diese Attribute sind aus den sehr verschiedenen religiösen Bedürfnissen der Menschen, ihrer sozialen Stellung und wirtschaftlichen Aktivitäten hervorgegangen (Jäger, Ackerbauern, Handwerker, Unter-, Oberschicht).“

(Quelle: http://web.uni-marburg.de/relsamm/Blindenversion/aegypten-blind.htm)

Meine Meinung dazu ist:

Die Ägypter haben es verstanden, die Religion und ihre Führer eng zu verknüpfen und damit eine unendliche Machtfülle in den jeweiligen Pharaonen zu vereinigen, die sich alle als Götter haben feiern lassen. Sie haben die Religion zur eigenen Macht und Denkmalsetzung missbraucht, denn es gibt nach meiner Kenntnis keine andere Kultur, die so viele und gewaltige Grabdenkmäler geschaffen hat.

Was ich davon halte, können Sie sich denken.

Kommen wir schließlich und endlich zu den wohl ältesten Religionen, denen aus Altamerika, und lesen zunächst, was das Internet dazu schreibt:

3. 10. Amerikanische Religion

„Altamerika
Im Folgenden wird es um Hochkulturen des Alten Amerika, in besonderer Weise um die Maya, Azteken und Inka gehen. Wenn hier von Altamerika die Rede ist, dann bezieht sich dieser Begriff auf Mesoamerika, Zentralamerika und das Andengebiet.

Olmeken, Maya, Azteken

Mesoamerika ist das Verbreitungsgebiet der mittelamerikanischen Hochkulturen, der Olmeken, Maya (im Gebiet des heutigen Yucatan, Guatemala, Honduras und El Salvador), Azteken (heutiges Mexico) u.a.. Diese Kulturen besitzen einige herausragende Gemeinsamkeiten:
Es handelt sich um komplexe Gesellschaften auf der Basis von Bodenbau, die in einigen Fällen staatliche Herrschaftsstrukturen entwickelten. Kennzeichnend sind ausgedehnte zeremonielle Zentren oder gar Städte mit aufwendigen Bauten, unter denen Pyramiden, Paläste und Ballspielplätze die Aufmerksamkeit auf sich ziehen (z.B. Teotihuacan, Tenochtitlan, Tikal usw.).
In der Religionskundlichen Sammlung stehen stellvertretend zwei Tempelmodelle zur Besichtigung, das Modell des Jaguartempels von Chichen Itza / Yucatan (Maya) und das des Zentralheiligtums von Xochicalco / Mexico. Kalenderwesen, Malerei, Kunsthandwerk (Bearbeitung von Stein, Keramik, Holz, Textilien) sind hoch entwickelt, in einigen Fällen auch die Schrift. Metallverarbeitung gibt es jedoch erst in der hochkulturellen Schlussphase.
Die Olmeken werden in der Literatur auch als Mutterkultur dieser Region bezeichnet und sind zeitlich am frühesten einzuordnen, nämlich von ca. 1700 v.Chr. bis 200 n.Chr.
Die Maya siedeln sich um 1100 v.Chr. im Copan-Tal an, ihre Blütezeit beginnt jedoch erst um ca. 400 n. Chr. Der Niedergang ihrer Kultur erfolgt schleichend um 800 n.Chr., doch erst um 1697 wird das letzte unabhängige Maya- Reich (Tayasal) von den Spaniern unterworfen.
Die Azteken siedeln sich um 1215 im Hochtal von Mexico an und gründen 1370 ihre Hauptstadt Tenochtitlan. Nach kurzer Blütezeit wird jedoch auch das aztekische Reich von den Spaniern erobert. 1325 bricht der aztekische Widerstand.
Aufgrund einer gemeinsamen olmekischen Ursprungskultur ist die Religion der Maya und Azteken recht ähnlich.
Das Universum wurde von beiden in drei Hauptebenen eingeteilt, die Überwelt (Himmel) mit 13 Schichten, die Mittelwelt (Erde), viergeteilt oder als viereckige Platte und Unterwelt mit neun Schichten. Außerdem stand im Zentrum kosmologischer Spekulationen sowohl der Maya als auch der Azteken die Überwindung des uranfänglichen Chaos, das periodisch wiederkehren kann. Doch während die Maya ein hohes Bewusstsein für Vergänglichkeit hatten und ihnen die Götter und die Zeit als stabilisierende Faktoren galten, versuchten die Azteken durch Rituale Ordnung in der Welt herbeizuführen.
Die Götter der Azteken waren heilige, sich in Naturkräften oder besonderen Orten manifestierende Kräfte (aztek. „teotl“) und wurden anthropomorph, in Tiergestalt oder als Ritualgegenstand dargestellt. Beispiele für anthropomorphe Gottheiten waren der Fruchtbarkeits- und Regengott Tlaloc oder der Kriegsgott Huitzilopochtli.
Die Götter der Maya hingegen wurden multivokal und polyvalent gedacht, d.h. alle Gottheiten stehen in Beziehung zueinander und sind in ständiger Bewegung. So war z.B. der Sonnengott der Gott des Lebens und der Güte (Erscheinungform: Hirsch, Ara, Kolibri oder Adler), in einer anderen Erscheinungsform trat er jedoch in Jaguargestalt als Todesgott auf.
Eine weitere Gemeinsamkeit beider Religionen ist das Menschenopfer. Bei den Azteken lag die Idee zugrunde, daß die Todesart das Leben nach dem Tod beeinflusst. Krieger kamen in den Himmel, während ein unauffälliger oder gar durch Sünde verursachter Tod den Verstorbenen nach Mictlan in die Unterwelt führte. Geopfert wurden bei den Azteken hauptsächlich Kriegsgefangene oder Sklaven.
Die Maya waren der Ansicht, daß sich ihre Götter von Gerüchen (z.B. von Weihrauch oder Blumen) ernähren. Allerdings diente auch die eigene Lebens- oder Geisteskraft als Götternahrung, weshalb ebenfalls Menschen und Tiere geopfert wurden.“

(Quelle: http://web.uni-marburg.de/relsamm/Blindenversion/amerika-blind.htm)

Meine Meinung dazu:

Ich glaube nicht, dass diese Religionen so „jung“ sind. Ich glaube eher, dass sie weit über 10.000 Jahre alt sein müssen. Allein wenn man bedenkt, dass der Maya-Kalender schon über 10.000 Jahre alt ist und dieser nicht von heute auf morgen entstanden sein kann, müssen es schon vor weit mehr als 10.000 Jahren Menschen gegeben haben, die Religionen und Kulturen entwickelten, von denen wir heute keine Ahnung haben. Wie später noch näher ausgeführt werden wird, sagt das „Popul Vuh“, dass Gott die Welt mehrmals erschuf und sie immer wieder zerstörte, weil er mit ihr nicht zufrieden war.

Doch auch diese Religionen haben offensichtlich die Herrscher zur eigenen Machtverstärkung missbraucht und sind dabei ziemlich brutal vorgegangen. Finde ich auch nicht so toll.

Mein Fazit aus den Religionen:

Alle Religionen haben bzw. hatten eine gleiche Zielrichtung: sie wollen den Menschen Regeln an die Hand geben, wie sie zusammen gesund und in Eintracht mit der Natur leben können. So wird bzw. wurde die Bibel sowohl von den Juden, den Christen und dem Islam anerkannt:

„Als Bibel (auch „Buch der Bücher“) bezeichnen das Judentum und das Christentum jeweils eine eigene Sammlung religiöser Schriften, die für sie das Wort Gottes enthalten und als Heilige Schrift Urkunden ihres Glaubens sind.

Es handelt sich um verschiedene redaktionelle Zusammenstellungen von „Büchern“ (griechisch: biblia) aus dem Kulturraum Palästinas und des Vorderen Orients, die im Verlauf von etwa 1.200 Jahren entstanden sind und bis zum 2. Jahrhundert zuerst von Juden, dann auch von Christen kanonisiert wurden.

Die Bibel des Judentums heißt Tanach. Sie wurde zuerst überwiegend in Hebräisch abgefasst und besteht aus drei Hauptteilen: Tora, Propheten und Ketubim („Schriften“). Diese Bücher bilden in anderer Anordnung und geringfügig anderem Umfang als Altes Testament auch den ersten Hauptteil der Bibel des Christentums, ergänzt durch das zuerst in Griechisch abgefasste Neue Testament. In dieser Form ist die Bibel das am weitesten verbreitete und häufigsten publizierte schriftliche Werk der Welt.

Auch der Islam erkennt prinzipiell die ganze Bibel und mit ihr seine beiden Vorgängerreligionen als gültiges, wenn auch von Menschen verfälschtes Offenbarungszeugnis Allahs an. Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Bibel

Meine Meinung dazu:

Alle „Bibeln“ dieser Welt basieren auf einen Glauben an etwas Übernatürlichem, das die Welt regiert und zusammenhält.

Sie basieren auf der Erkenntnis, dass es immer zwei Dinge gibt, die sich gegenseitig abstoßen, aber auch gegenseitig ergänzen, wie der Plus- und der Minus-Pol oder wie Yin und Yang.

Religionen sind in verschiedenen Regionen der Welt entstanden, in denen verschiedene klimatische Bedingungen herrschten, so dass auch unterschiedliche Lebensregeln notwenig waren, um gesund leben zu können.

Da die Natur viele nicht fassbare Dinge hervorbringt, wie Tag und Nacht, Kälte und Hitze, Sonne und Mond, Blitz und Donner, Geburt und Tod, um nur einige Phänomene zu nennen, die zu früheren Zeiten vielfach nicht erklärbar waren, hat dies zu Mythen und zu Ängsten geführt, die zu Göttern und Opfergaben geführt haben.

Diese Ängste und die Unwissenheit bei den Menschen hat aber auch das Urbedürfnis des Menschen geschaffen, zu wissen, warum ist die Welt so? Das Erforschen der Zusammenhänge hat dazu geführt, dass es Menschen gab, die mehr wussten als die Masse der anderen Menschen. Dieses Wissen hat sie über die restlichen Menschen gestellt: sie wurden ihre „Medizinmänner“, Priester und Könige. Sie haben ihr Wissen genutzt, die übrigen Menschen zu beherrschen, denn „Wissen ist Macht“

Je größer dieses Wissen wurde und je mehr „Unwissende“ sich diesem Wissen untergeordnet haben, umso größer wurde die Macht der Wissenden. Dass Macht natürlich auch zu Machtmissbrauch verführt, ist eine alte Menschenweisheit. Dass Macht auch süchtig macht nach immer größerer Macht, ist auch bekannt. Daher gab und gibt es unzählige Kriege, um den eigenen Einflussbereich auszudehnen.

Die wirklich machtgierigsten Führer haben es dann verstanden, „Vereine“, Sekten oder Kirchen zu gründen und sich zu Göttern zu erklären und somit unangreifbar zu machen. Sie haben den Glauben der Menschen über die Religion kanalisiert und daraus mächtige Organisationen gemacht, die die Menschen beherrschen. Alle solchen Organisationen, die zum Schluss nur noch die Erhaltung der eigenen Macht zum Ziel hatten, sind irgendwann durch eine andere Macht zerstört worden oder in sich zusammen gefallen.

Mein Problem ist, dass alle Religionen von Mäern ersonnen sind und die Frau nur eine untergeordnete Rolle spielt. Dass sie wie im Chinesischen Glauben durch Yin und Yang mit dem Mann eine Einheit bildet und damit einen idealen Kreis, wird in allen Religionen ignoriert.

Damit ist die Religion immer nur eine Basis, die männliche Macht zu begründen und auszuüben.

Solange sich weltliche und religiöse Macht die Waage halten – also auch ein Yin und Yang bilden – kann ein funktionierendes Ganzes entstehen. Wenn jedoch das Eine über das Andere ein Übeewicht gewinnt, gibt es Auseinandersetzungen, d. h. Krieg. Noch schlimmer wird es jedoch, wenn sich weltliche und religiöse Macht vereinigen und in einer Person zusammen fließen, ist Unterdrückung der Menschen die Folge.

„Yin und Yang (vereinfacht: 阴阳, traditionell: 陰陽, Pinyin: yīn yáng) sind zwei Begriffe aus der chinesischen (Natur-)Philosophie, die insbesondere im Daoismus von großer Bedeutung sind.

Bei Yang handelt es sich um das Prinzip Himmel, bei Yin um das Prinzip Erde. Der Übergang von Yin zu Yang ist dabei fließend.

Yin und Yang (vereinfacht: 阴阳, traditionell: 陰陽, Pinyin: yīn yáng) sind zwei Begriffe aus der chinesischen (Natur-)Philosophie, die insbesondere im Daoismus von großer Bedeutung sind.

Bei Yang handelt es sich um das Prinzip Himmel, bei Yin um das Prinzip Erde. Der Übergang von Yin zu Yang ist dabei fließend.“

Hotu, das Symbol für Yin und Yang der Welt    Taiji, das Symbol für „individuelles“ Yin und Yang

„Die älteste Idee der chinesischen Philosophie, die in allen Bereichen der Kunst und Wissenschaft vorkommt, ist die Einteilung in Yin und Yang. Yin und Yang entstehen aus dem einen Ursprung und bringen dann ihrerseits die enorme Vielfalt der Erscheinungen, einschließlich des gesamten materiellen Universums, hervor. Um die verschiedenen Ebenen der Schöpfung rückwärts bis zum Ursprung zu durchlaufen, muß ein Mensch Gleichgewicht zwischen Yin und Yang herstellen. Dieses Prinzip gilt jedoch auch für weniger mystische Ziele. Für die Beseitigung von Hindernissen, die dem Glück im Wege stehen, für die Wiederherstellung der Gesundheit und Harmonisierung der familiären Verhältnisse müssen sich Yin und Yang im Gleichgewicht befinden.

Die ursprüngliche Bedeutung von Yang lautet: „Banner, die in der Sonne wehen“; Yin heißt „wolkig, bedeckt“. Yin und Yang sind die zweithöchsten Kräfte des Universums. Sie sind nicht direkt wahrnehmbar, offenbaren sich jedoch durch ihre Eigenschaften und Manifestationen.“
Quelle Internet: http://www.feng-shui.de/einfuehrung/urspruenge/Yin-Yang.htm

(Johndennis Govert: Feng-Shui – Harmonie zwischen Himmel und Erde, Hans-Nietsch-Verlag 1997)

„Die Eigenschaften von Yin und Yang

  1. Yin und Yang treten immer gemeinsam auf, niemals isoliert.
  2. Yin und Yang befinden sich in einem dauerhaften Zustand von Veränderung und Gleichgewicht.
  3. Yin und Yang sind nicht absolut, sondern nur in Relation zueinander zu verstehen.
  4. An der Spitze des Yin steigt Yang auf und Yin ab.
  5. An der Spitze des Yang steigt Yin auf und Yang ab.
  6. Yang und Yin erscheinen als dynamische Paare von Gegensätzen.
  7. Yang und Yin verstärken einander, Schicht um Schicht.
  8. Yang und Yin erschaffen zur Erde gehörende Dinge in sechs Stufen.
  9. Phänomene verstecken sich und spielen im Gefolge von Yang und Yin.

Beziehung von Yin und Yang